Zukunftsvisionen: Der Weg zur Wasserstoffwirtschaft

Es ist eine der kühnsten Ideen der Energiewirtschaft. Wasserstoff als zentrales Element auf allen Ebenen des Energiesystems. Erschließung der Energiequellen, Energieerzeugung, Energiespeicherung, Energienutzung, Distribution, Handel, Vertrieb sowie die Versorgungssicherheit.

Alles basiert auf Wasserstoff. Was sich unwirklich anhört, ist allerdings schon beinahe beschlossene Sache, zumindest wenn es nach dem Europäischen Parlament geht. Dieses nahm 2007 nämlich eine Erklärung an, in der die Schaffung einer umweltfreundlichen Wasserstoffwirtschaft mit systemintegrierter Infrastruktur bis zum Jahr 2025 gefordert wird. Verwirklicht wird die Idee bisher allerdings nirgends.

Wie soll es funktionieren?

Die Erzeugung des Wasserstoffs kann auf Basis von Energiepflanzen erfolgen. Damit wäre eine weitgehende Klimaneutralität eingehalten, auch wenn diese Neutralität noch nicht vollends bewiesen ist. Der Wasserstoff entsteht dabei durch Gärung oder auch durch thermochemische Verfahren wie Dampfreforming.

Die Elektrolyse von Wind- und Solarstrom ist ein weiteres, mögliches Verfahren. Dabei würde überschüssig zur Verfügung stehender Strom aus diesen Quellen, in Dampf umgewandelt werden. Die Speicherung und Verteilung des erzeugten Wasserstoffs würde durch Pipelines erfolgen. Geeignet ist vor allem, dass bereits vorhandene Erdgasnetz. Auch die Speicherkapazität des gesamten deutschen Erdgasnetzes ist aller Voraussicht nach ausreichend.

Zentrales Element der Wasserstoffwirtschaft: Die Brennstoffzelle

Die anschließende energetische Nutzung des Wasserstoffs erfolgt in den Haushalten mittels Brennstoffzellen. Auch im Verkehr müssten die Fahrzeuge auf Brennstoffzellen als Antriebseinheit umgerüstet werden. Die Vorteile eines solchen Energiesystems liegen auf der Hand.

Durch den Verzicht auf fossile Energieträger und die völlige Umstellung auf Wasserstoff reduziert sich die Emissionswirkung der menschlichen Aktivitäten um ein Vielfaches, auf nahezu Null. Frühere Bedenken, dass der austretende Wasserstoff womöglich die Ozonschicht beschädigen könnte, sind mittlerweile weitgehend entschärft worden.

So gehen neueste Untersuchungen davon aus, dass ein derartiger Effekt im Vergleich zur heutigen Schädigung durch fossile Kraftstoffe verschwindend gering sei. Zudem ist noch nicht völlig geklärt, ob Wasserstoff seine Ozon schädigende Wirkung nicht erst in Verbindung mit FCKW freisetzt.

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