Zukunftskongress mit viel Energie im Gespräch

Der Zukunftskongress der CDU, der an diesem Wochenende in Limburg stattfindet, steht ganz im Zeichen der Energiewende. Wen wundert es, denn abgesehen von der Eurokrise dürfte der Atomausstieg und die damit verbundene Förderung und der Ausbau der erneuerbaren Energien wohl das meistdiskutierte Thema in Deutschland sein. Bundesumweltminister Altmaier konnte es sich aus diesem Grund auch nicht nehmen lassen, dem Kongress einen Besuch abzustatten. Die Energiewende hat Vorrang vor so manch anderem Punkt und derzeit möchte man besonders eine Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bundesländern erreichen, so dass der Atomausstieg problemlos über den Tisch gehen kann.

Die Länder müssten sich miteinander absprechen, so lautet Altmaiers Meinung. Es sei völlig unnötig, in manchen Bundesländern zu viel Strom mit den erneuerbaren Energien zu produzieren, wenn es in anderen Bundesländern niemanden gibt, der diesen abnimmt. Ist das ein Seitenhieb nach Schleswig-Holstein? Das nördlichste Bundesland hatte vor kurzem bekannt gegeben, schon sehr viel früher als es die Richtlinien verlangen, komplett von Strom aus erneuerbaren Energien versorgt zu werden. Diese Ankündigung hatte eine Diskussion darüber ausgelöst, ob vereinzelte Bundesländer bald einer Überproduktion gegenüber stehen,  da der Ausbau der Leitungen in andere Teile des Landes nicht hinterher kommt.

Altmaier betonte, dass es keinen Sinn habe, Strom zu produzieren, wenn es keine Leitungen gebe. Deutschland dürfte seinen Ruf als Land mit einem der sichersten Stromnetze nicht einfach verspielen. Aus diesem Grund sei es auch nötig, dass selbst nach dem Abschalten der Atomkraftwerke noch andere herkömmliche Kraftwerke am Netz blieben, um die Erneuerbaren in der Stromversorgung zu unterstützen.

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