zu hohe Benzinpreise aber alternative Antriebe werden ignoriert

Die Zahl der zugelassenen Autos mit alternativem Antrieb in Deutschland geht laut einer Studie immer weiter zurück. Besonders die deutschen Autobauer haben in den vergangenen Jahren immer weniger Hybrid- oder Elektrofahrzeuge verkaufen können. Die Analyse, die vom CAR Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen unter Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer läuft, besagt, dass in den ersten beiden Monaten dieses Jahres nur 1 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge auf alternative Antriebe zurückgreift. Benziner und Dieselfahrzeuge sind demnach bei den Deutschen angesagter als noch in den vorherigen Jahren.

Diese Zahlen verwundern, wenn man betrachtet, wie horrend die Preise an den Tankstellen inzwischen sind. Die Fahrer beschweren sich in einer Tour, man könne die Preise für Benzin langsam nicht mehr zahlen. Doch der Schritt zum Kauf eines alternativen Antriebs scheint für viele trotzdem noch sehr weit entfernt zu liegen. Experten fordern das Eingreifen der Politiker, denn nur so seien die Deutschen in die richtige Richtung zu lenken. Allein das Steigen der Kraftstoffpreise bewirke zwar eine Welle der Empörung, tue aber nichts, um die Fahrer zum Kauf eines Hybrid- oder Elektrofahrzeugs zu bringen, so Dudenhöffer.

Die deutschen Autobauer scheinen den Trend der alternativen Antriebe größtenteils verschlafen zu haben. Weder BMW, noch Audi oder VW können auf besonders hohe Absatzzahlen zurückblicken, was diesen Trend betrifft. Dies spiegelt sich auch im Kaufverhalten der Deutschen wider. Nachdem bereits Gas als Antrieb keinen Zuspruch fand, befinden sich jetzt Hybrid und Elektro auf dem gleichen Weg ins Unbedeutende, so Dudenhöffer. Von allen 434 493 zugelassenen Neuwagen in Deutschland in den ersten beiden Monaten dieses Jahres werden nur 4 248 mit Erdgas, Flüssiggas oder Ethanol betrieben oder sind Hybrid- oder Elektrofahrzeuge. Dies sind Zahlen, die Anlass zur Sorge bereiten. Gerade zu Zeiten der Energiewende, die in Deutschland ganz groß geschrieben wird, sollte man doch eigentlich annehmen, dass sich dieser Trend auch auf die Automobilindustrie übertragen würde.

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