Rot-Grün will die Windkraft in Nordrhein-Westfalen wieder stärken

Wie der Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) bei einer Fachmesse in Essen ankündigte, will Rot-Grün die Windkraft im Land weiter ausbauen. Zuvor hatte die Schwarz-Gelbe Regierung strenge Beschränkungen für neue Windräder aufgestellt und den Ausbau der Windkraft damit erheblich erschwert.

Remmel sagte dazu: „Wir werden den Windenergie-Verhinderungserlass der Vorgängerregierung durch einen Windenergie-Ermöglichungserlass ersetzen.“ Nach Plänen des Umweltministers soll durch Windenergie erzeugter Strom in den nächsten Jahren eine deutlich größere Rolle einnehmen als bisher. So soll ihr Anteil an der Stromversorgung bis 2020 auf 15 Prozent steigern.

Aktuell liegt dieser bei knapp 3 Prozent. „Ihr Anteil an der Stromversorgung soll von heute nur drei Prozent auf 15 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen. Dann wird NRW wieder zum Binnen-Windland Nr. 1 in Deutschland, das es bis 2005 schon einmal war“, meinte Remmel.

Geplant ist, dass der Erlass zur Aufhebung der Restriktion im Bereich der Windkraft bereits im März in Kraft tritt. Im Zuge dessen soll beispielsweise die aktuell festgelegte Maximalhöhe der Windräder von 100 Metern aufgehoben werden. Grund für diese Beschränkung war für CDU und FDP die Bewahrung des Landschaftsbildes. Heutige moderne Windräder können sind allerdings bis zu 200 Meter hoch.

Zudem will die Rot-Grüne Regierung den Mindestabstand, den Windräder momentan haben müssen, weiter senken. Auf insgesamt 2 Prozent der Landesfläche sollen Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen werden. Die Landesregierung erhofft sich dadurch wesentliche Fortschritte im Bereich des Klimaschutzes. Um den Rückhalt in der Bevölkerung zu stärken ist zudem die Einrichtung sogenannter „Bürgerwindparks“ geplant.

So heißt es: „Je mehr Personen oder Gruppen an den Gewinnen beteiligt sein können, desto größer wird die Toleranz für die Emissionen und landschaftlichen Veränderungen sein.“

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Elektroinstallationen verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.

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