Wie weit steigt der Strompreis noch? Die EEG-Umlage und ihre Effekte

Auch nächstes Jahr soll er weiter ansteigen, der Haushaltsstrompreis. Davon gehen vor allem diverse Experten aus, denn die Ökostromumlage wird auch in Zukunft nicht an Relevanz für den Verbraucherstrompreis verlieren. Und genau diese Umlage soll im folgenden Jahr weiter ansteigen. Berechnungen zu Folge um etwa 30 Prozent zum jetzigen Niveau von 5,3 Cent pro Kilowattstunde. EU – Energiekommissar Günther Oettinger warnt davor, dass dieser Strompreisanstieg „sozial bedenklich“ ist und fordert die deutsche Politik dazu auf, den Anstieg zu verhindern.

Umweltminister Altmaier will weiterhin die Strompreisbremse

Inwieweit es möglich ist den Anstieg zu verhindern und welche konkreten Maßnahmen dafür erforderlich sind, ist bisher noch nicht angekündigt. Trotzdessen hält Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) weiter an seiner Strompreisbremse fest und beteuert diese, nach der Bundestagswahl weiterhin umsetzen zu wollen. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Günther Oettinger, der im Interview mit der Bild-Zeitung mitteilte, dass es nicht sein kann das Strom für den normalen Haushalt nicht mehr bezahlbar werde.

Das EEG muss reformiert werden

Oettinger sieht es als notwendig, dass EEG mit seinem spezifischen Umlageinstrument umzugestalten. Vor allem die extreme Förderung von Solar – und Windkraft überfordere den Stromverbraucher und führe laut Oettinger zu Fehlanreizen. Eine Mitverantwortung für steigende Strompreise kann durch diese Umlage-Politik sogar dem sommerreichen Juli dieses Jahres gemacht werden. Durch die höhere Sonneneinstrahlung, wurde mehr Solarenergie produziert, die zu festen Preisen abgenommen wird. So entsteht ein makaberer Zusammenhang zwischen Preiserhöhungen und unkalkulierbaren Wetterphänomenen. Daneben leisten auch die niedrigen Börsenpreisen an der EEX ihren Einfluss. Auch dieser Zusammenhang erschließt sich nicht sofort. Doch bei niedrigen Strombörsenpreisen werden die regenerativen Energien rentabler als die konventionellen und speisen mehr Strom ein, für welchen auch die EEG-Umlage genutzt wird. Ein geringerer Börsenpreis verteuert demnach den Verbraucherpreis. Um diese Entwicklungen zu stoppen appelliert Altmaier an die Koalitionspartner und geht davon aus, dass bei ausreichendem politischen Wille die Strompreisbremse beschlossen werden kann.

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