Wie teuer wird es noch? Die Netzbetreiber prognostizieren steigende EEG-Umlage für 2015

Die Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Energie sind von der Thematik der steigenden EEG-Umlage dominiert. Die Politiker von Union und SPD streben an, die Umlage zu dämpfen um weitere Anstiege des Stromverbraucherpreises zu verhindern. Die Krux an den Vereinbarungen besteht darin, dass sogar sehr zügig umgesetzte Reformen im EEG frühestens im Jahr 2015 greifen würden. Auf dieser Grundlage haben die Netzbetreiber kürzlich ihre ersten Prognosen zur Ökostrom-Umlage für das Jahr 2015 abgegeben. Politische Reformen sind in der Prognose nicht enthalten, da es als wahrscheinlich gilt dass bis 2015 noch keine Reformänderung derart greift, dass diese gravierende Auswirkungen auf die EEG-Umlage hätte.

Bis zu 7 Cent pro Kilowattstunde sind möglich

Das Intervall welches von den vier großen Netzbetreibern prognostiziert wird, reicht von 5,85 Cent pro Kilowattstunde bis 6,86 Cent pro Kilowattstunde für die EEG-Umlage in 2015. Das schlechteste Szenario würde zu Zusatzkosten von 30 Euro jährlich für einen durchschnittlichen Haushalt führen. In ihrer Umlage-Prognose für 2014 haben die Netzbetreiber den Anstieg der Umlage zudem unterschätzt, was darauf schließen lässt das auch 2015 ein höherer Anstieg als auf 6,86 Cent pro Kilowattstunde stattfinden kann. Für das Jahr 2014 haben die Netzbetreiber die Erhöhung der EEG-Umlage im Schnitt um 0,5 Cent pro Kilowattstunde unterschätzt.

Auch andere Szenarien sind denkbar

Ob und wie sehr die EEG-Umlage steigt hängt allerdings von vielen kaum vorhersehbaren Rahmenbedingungen ab. So könnte bereits 2018 der 40-Prozent Anteil für Ökostrom erreicht sein, was bedeuten würde, dass die Förderung von erneuerbaren Strom, zumindest nach Anliegen der Union, eingestellt würde.  Zudem plant die potentielle Bundesregierung, die Befreiung energieintensiver Unternehmen von der Umlage zu prüfen, umso das angedrohte EU-Beihilfeverfahren zu vermeiden. Sollten diverse Unternehmen zukünftig mit für die Förderung erneuerbaren Stroms durch die Umlage zahlen müssen, so würde der Verbraucher entlastet. Alle Einflussfaktoren sind kaum prognostizierbar und können das Ergebnis der Netzbetreiber verändern.

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