Wie Energiespeicher den Weg zu einem erneuerbaren Energiesystem ebnen

Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, deren Marktintegration und Systemintegration  sowie schließlich der vollkommene Austritt aus der fossilen Energiewirtschaft. Die meisten Deutschen denken an dieses Szenario, wenn die Schlagworte erneuerbare Energien, Energiewende oder Regenerativwirtschaft fallen.

Ein wichtiger Baustein zum Erreichen dieser Ziele ist allerdings nur selten im Fokus. Die Speicherung von Energie mittels effizienter Energiespeichersysteme. Doch auch in diesem Bereich werden starke Forschungs- und Entwicklungsbemühungen betrieben.

70 Millionen Euro Unterstützung durch das BMU

Das Bundesumweltministerium (BMU) fordert Projekte welche die Energiespeicher effizienter, flexibler und versorgungsicherer gestalten derzeit mit über 70 Millionen Euro. Dadurch wird die Relevanz derartiger Vorhaben deutlich. Fokussiert werden dabei vor allem stationäre Speichertechnologien mit verschiedensten Anforderungen.

So können diese für den Ausgleich kurzfristiger Fluktuationen oder als Langzeitspeicher optimiert werden. Forschungsintensive Themenbereiche sind im Moment insbesondere die Weiterentwicklung von Batterien an eine fluktuierende Netzeinspeisung sowie die Umwandlung der fluktuierend eingespeisten Elektrizität in regenerativen Wasserstoff bzw. Methan und deren anschließende Speicherung.

Der zweite Punkt macht die Aktualität deutlich, so sehen innovative Langfristszenarien eine Wasserstoffwirtschaft als durchaus mögliches Zukunftssystem.

Eine Regenerativwirtschaft ist ohne Speicher beinahe unmöglich

Ohne flexible Speichersysteme wird ein erneuerbares Energiesystem kaum umsetzbar sein. Die Tatsache das Windkraft sowie Solarenergie weitgehend unvorhersehbar Strom produzieren führt dazu, dass eine nachfragegerechte Strombereitstellung umso schwieriger wird, desto stärker der Anteil beider erneuerbarer Energieträger an der Bruttostrombereitstellung steigt.

Daher muss sich das System an die neuen Bedingungen anpassen. Speicher werden sehr wahrscheinlich um einiges relevanter als im Moment, da sie in der Lage sind überschüssig produzierten Strom, beispielsweise im Sommer, für nachfragestarke Zeiträume zwischen zu speichern. Neben diesen Speichermöglichkeiten gibt es allerdings auch die Möglichkeit, dass bestehende Erdgasnetz zu nutzen.

So zum Beispiel durch die Einspeisung von Biomethan, welches aus Biogas resultiert. Die Speicherfähigkeit des Erdgasnetzes liegt bei etwa 200 Terawattstunden. Dies ist genügend Puffer um in Zeiten mit wenig Wind oder Sonne die Nachfrage trotzdem decken zu können. Experten gehen davon aus, dass ein Mix aus verschiedenen Speichersystemen das zukünftige Energiesystem flexibel machen wird.

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Elektroinstallationen verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.

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