Was wird höher subventioniert – Die erneuerbaren oder konventionellen Energieträger?

Die Frage in der Überschrift erübrigt sich im ersten Moment. So ist der Konsens in der Öffentlichkeit weitgehend klar. Die erneuerbaren Energieträger kosten den Steuerzahler mehr Geld als die Konventionellen, da die EEG-Umlage greift. Doch inwieweit stimmt diese Behauptung? Wo liegen die versteckten Subventionen für die konventionellen Energieträger oder gibt es gar keine? Berechnungen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) haben die Kosten, die der Steuerzahler für die konventionelle Energie zahlen muss offen gelegt. Das behauptet zumindest Greenpeace Energy.

Die Subventionen für die konventionellen Energieträger sind höher

Die Forscher des FÖS haben in ihren Berechnungen verschiedenste Kostengruppen einbezogen. So sind neben den offiziellen Subventionen auch viele versteckte Kosten, die in der Öffentlichkeit oft untergehen, mit einberechnet. Beispielhaft zu nennen sind externe Kosten durch Klimaschädigungen wie dem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, sowie Schäden in Folge von nuklearen Katastrophen. Laut den Berechnungen kommt für derartige Schäden meist der Steuerzahler auf und nur selten der Verursacher, was darin begründet ist, dass ein Verursacher schwer ausfindig zu machen ist.

Mehr als doppelt so viel Förderung für die konventionellen Energieträger

Unter Einbezug aller existierenden und potentiellen Kosten förderte der Steuerzahler die konventionellen Energieträger im vergangenen Jahr mit rund 40 Millionen Euro. Für die regenerativen Energieträger wurden im gleichen Zeitraum lediglich 17 Millionen gezahlt. Greenpeace Energy behauptet auf Grundlage dieser Berechnungen, dass die Atom-und Kohlelobby versucht die regenerativen Energien als Preistreiber hinzustellen und eigene Förderungen dabei gezielt vertuscht. Die Kostenanteile selbst kommen vor allem von Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken. Erdgas dagegen hat relativ geringe Kostenanteile. Laut Greenpeace Energy würde sich eine Art konventionelle Energie-Umlage von 10,2 Cent pro Kilowattstunde ergeben, würde man die Kosten in dieser Form darstellen. Für den jetzigen deutschen Strompreis hieße das, dass der konventionelle Anteil nahezu 35 Prozent ausmacht. Dagegen wirkt die EEG-Umlage mit etwa 14 Prozent beinahe harmlos.

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