Wenn das Haus saniert werden soll

Die energetische Gebäudesanierung wird in Zukunft immer mehr Hausbesitzer sowie mögliche Mieter betreffen, denn es ist davon auszugehen, dass mit der Energiewende auch die Vorgaben strenger werden, inwiefern nicht nur Neubauten sondern auch bereits bestehende Gebäude so energieeffizient wie möglich gestaltet werden. Für Menschen, deren Hausbau erst bevorsteht, ist das eine einfachere Lösung.

Zwar sind die richtige Dämmung und andere Vorkehrungsmaßnahmen gegen höhere Energiekosten auch nicht gerade billig, doch wenn ein Haus erst in der der Entstehung ist, dann lassen sich hieran noch viele Änderungen vornehmen. Ein bereits bestehendes Haus, dessen Bau seinerzeit auch viel Geld gekostet hat, könnte hingegen ebenfalls von notwendigen Sanierungen betroffen sein, die dann noch einmal richtig ins Geld gehen können.

Dennoch wächst die Akzeptanz der energetischen Gebäudesanierung unter den Hausbesitzern, wie eine Umfrage der GfK für den LBS Hausbesitzertrend 2013 nun zeigt. Eine Mehrheit der Befragten gab an, dass sie nach einer entsprechenden Sanierung voll und ganz damit zufrieden gewesen ist, das waren immerhin schon einmal 55 Prozent.

Weitere 38 Prozent hielten den Zeitpunkt nach der Sanierung noch für zu früh, um sich schon ein endgültiges Urteil über das Resultat zu erlauben. Nur 7 Prozent gaben an, die Ergebnisse der Sanierung im Nachhinein für nicht lohnenswert zu halten. Die befragten Hausbesitzer, die noch keine energetische Gebäudesanierung an ihrem Haus vorgenommen haben, zeigten deutlich mehr Interesse daran als im letzten Jahr.

Da hatten noch 33 Prozent angegeben, ihr Haus sei energetisch durchaus sanierungsbedürftig. In diesem Jahr waren es schon 37 Prozent. Ein Viertel der Befragten schätzte seinen Energieverbrauch als extrem hoch ein, doch ein weiteres Viertel gab genau das Gegenteil an.

Die Leidtragenden bei zahlreichen Haussanierungen sind allerdings die Mieter. Sie müssen mit steigenden Mieten rechnen, da die Besitzer der Immobilien die teils sehr hohen Kosten der Sanierung auf die Mieten der nächsten Jahre draufschlagen. Sie geben an, ihren Mietern durch die Sanierung auch eine verbesserte Wohnsituation bieten zu können, die dann eine höhere Miete verlange, doch viele Mieter sind seit Jahren oder gar Jahrzehnten in ihren Wohnungen oder Häusern und mit der bisherigen Situation äußerst zufrieden.

Sie können meist gegen die Mietsteigerungen nichts unternehmen. Eine Einsicht, dass die Sanierung von Nöten gewesen ist, gibt es in den meisten Fällen nicht. Die Hausbesitzer müssen dann abwiegen, wie sie verfahren. Die Umfrage zeigt allerdings: immer mehr unter ihnen werden in Zukunft einen Fachmann beauftragen, einfach eine Scherenarbeitsbühne mieten und mit den Sanierungen beginnen.

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