Weltweite Zeitenwende – Erneuerbare Energien erstmals stärker zugebaut als konventionelle Energieträger

Im Jahr 2013 wurden global erstmals mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen hinzugebaut als konventionelle Kraftwerke. Das offenbaren die aktuellen Zahlen der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) im Bericht „Rethinking Energy“. Die Zahlen werden viele überraschen, da nicht wenige Menschen, bei der Betrachtung der globalen Energiewende, davon ausgingen, dass der enorme Zubau an konventionellen Kraftwerken in Indien, den USA und allen voran China nicht durch einige Wind- und Solaranlagen aus Westeuropa ausgeglichen werden könne. Doch auch China baut mittlerweile kräftig die eigene Ökostromlandschaft aus. Weshalb der gleichzeitige Zubau an konventioneller Energie zunehmend ausgeglichen werden kann. Dabei ist auch ein deutlicher Trend zu beobachten. Während der Ausbau erneuerbarer Leistung deutlich zunimmt, so sinken die Zubauraten an konventioneller Leistung genauso drastisch.

Großteil des Zubaus im Jahr 2013 durch Entwicklungs- und Schwellenländer

Der Bericht der IRENA offenbart zudem eine weitere Tendenz. Das Wachstum im Ausbau der erneuerbaren Energien wird nicht mehr von den wirtschaftsstarken OECD-Ländern, wie Deutschland, geprägt, sondern zu einem großen Teil durch Entwicklungs- und Schwellenländer wie Indien, China oder Brasilien. Seit dem Jahr 2000 ist die jährliche installierte Leistung an Wind- Wasser- und Solarenergie deutlich angestiegen, sodass diese mittlerweile bei 120 Gigawatt liegt. Den größten Anteil nimmt traditioneller Weise weiterhin die Wasserkraft mit 40 Gigawatt ein, danach folgen Solaranlagen mit 38 Gigawatt und Windkraftanlagen mit 35,5 Gigawatt. Die Differenz verteilt sich auf die übrigen regenerativen Energieträger. „Das rasche Wachstum ist vor allem den sinkenden Kosten für erneuerbare Energien geschuldet“, fasst die IRENA die Ergebnisse des Berichts zusammen. Die Zahlen der IRENA zum Ausbau geben allerdings keine Aussagen darüber, wie viel Strom durch die Anlagen produziert wurde. Dies liegt zu einem großen Teil an der Auslastung und der Abhängigkeit vom Wetter.

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