Urananreicherungsanlage Gronau feiert 27. Geburtstag

Während in Deutschland der große Atomausstieg geplant wird, wurde in dieser Woche der 27. Jahrestag der Inbetriebnahme der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage „gefeiert“. Pünktlich zu diesem Tag hat der Arbeitskreis Umwelt Gronau und dessen Dachverband, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, eine Forderung gegenüber der neuen Landesregierung in Düsseldorf erhoben, endlich Stellung zu diesem Standort zu beziehen.

Immerhin könne es in einem Deutschland, wo die Energiewende und der Atomausstieg täglich immer wieder angepriesen werden, nicht sein, dass inmitten all dieses Geschehens eine Urananreicherungsanlage noch immer in Betrieb ist.

Von der Anti-Atomkraftbewegung wird schon seit langem die Stilllegung der Anlage gefordert, doch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen äußert sich schon seit einer ganzen Zeit nicht mehr zu der Anlage, die in Gronau steht. Umweltschützer kritisieren diese allerdings aufs schärfste, denn scheinbar sind die Bedingungen am Standort alles andere als ideal.

Das Gronauer BBU Vorstandsmitglied Udo Buchholz gibt bekannt, dass in der Anlage große Mengen an Uranmüll anfallen, die dort nicht sicher gelagert werden können. Neben der Anlage liegen die Container ungeschützt unter freiem Himmel und von einer Absicherung der Anlage gegen Flugzeugabstürze kann erst recht nicht die Rede sein. Zudem gefährden Urantransporte, die mit LKWs und Sonderzügen durchgeführt werden, die Bevölkerung.

Buchholz verlangt, dass die Wurzeln der AKW Versorgung dringend gekappt werden müssen. Alles andere wäre in Zeiten der Energiewende nicht mehr annehmbar. Regelmäßig finden Demonstrationen und Blockaden gegen die Anlage statt, doch solange die Regierung nicht darauf reagiert, wird sich an dem Standort wohl erst einmal so schnell nichts ändern.

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