Allmähliche Umstellung auf regenerative Energien soll jährlich rund 20 Milliarden Euro kosten

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Video Podcast ankündigte, wird die langfristige Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien jährlich Investitionen von rund 20 Milliarden Euro erfordern. Gleichzeitig betonte sie wie „ambitioniert“ das Energiekonzept der Bundesregierung sei und machte klar, dass gerade Kohle und Atomkraft zwar weiterhin gebraucht werden, diese jedoch nur „Brückentechnologien“ darstellen, die die Umstellung auf regenerative Energien ermöglichen sollen. Wörtlich meinte Merkel dazu: „Wir glauben, dass wir durch ein Bekenntnis zu den Brückentechnologien, der Kernenergie und der Kohle, das Zeitalter der erneuerbaren Energien schneller erreichen können.“

Ziel der Bundesregierung ist es bis 2050 die CO2 Emissionen um 80 Prozent zu senken und den Strombedarf zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Außerdem sollen bis dahin 50 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs aus regenerativen Energien gedeckt werden. Die zur Verwirklichung dieser Ziele benötigten jährlichen 20 Milliarden Euro sollen allerdings nicht nur von staatlicher Seite, sondern auch von den Kernkraftwerkbetreibern kommen, die rund 60 Prozent ihres durch die Laufzeitverlängerung erwirtschafteten Gewinns zur Verfügung stellten. So sagte Merkel: „Daran will sich auch der Staat beteiligen. Aber beteiligen werden sich auch die Kernkraftwerksbetreiber.“

In ihrer Internet Botschaft machte Merkel zudem klar, dass die Kosten für die Umstellung auf regenerative Energien nicht nur in deren direkter Förderung liege, sondern auch das Stromnetz entsprechend ausgebaut werden müsse. So muss beispielsweise der besonders im Norden erzeugte Strom durch Windkraft in den Süden transportiert werden, wo sich die meisten Industrieanlagen befinden.

Von dem neuen Energiekonzept  zeigte sich Merkel voll und ganz überzeugt. So sagte sie: „Wir sind der festen Überzeugung, dass durch das Umsteuern auf erneuerbare Energien Deutschland nicht nur eine moderne Energieversorgung hat, die dem Klimaschutz dient, sondern gleichzeitig auch neue Technologien entwickeln kann, die neue Arbeitsplätze schaffen.“

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