Umfrage zur Energiewende unter hochrangigen Managern: Herrscht Zufriedenheit mit der Umsetzung?

Eine von „Leaders Parliament“-einer Initiative von Roland Berger Strategy Consultants und der WELT-Gruppe-veröffentlichte Umfrage unter deutschen Top-Managern zur Zufriedenheit mit der Umsetzung der Energiewende, kommt zu keinem guten Ergebnis. Zentrale Frage an die Manager war, ob Deutschland mit der Zwischenbilanz der Energiewende zufrieden sein kann. Der Großteil der Befragten antwortete mit „Nein“ und nannte auch entsprechende Gründe dafür.

83 Prozent sehen keine Zufriedenheit mit der Zwischenbilanz

Mehr als Dreiviertel der Führungskräfte ziehen keine positive Zwischenbilanz. Dabei wird vor allem die Umsetzung kritisiert. So gaben 42 Prozent der Befragten an, dass der plötzliche Rückzug aus der Atomenergie und der starke Ausbau der Erneuerbaren Energien die Versorgungssicherheit gefährde und sich als fataler Fehler erweisen wird. Weitere 41 Prozent halten die Energiewende für schlichtweg schlecht gemanagt. Von den verbleibenden 17 Prozent sind nur 15 Prozent wirklich zufrieden mit der Energiewende. 8,5 Prozent loben die Vorreiterrolle Deutschlands im internationalen Vergleich und ziehen deshalb eine positive Bilanz, die Übrigen sehen die Transformation des Energiesystems als in Ordnung an, denn die Umstellung geht voran ohne das es schwerwiegende Probleme bei der Versorgung gab oder das Preise extrem angestiegen seien.

Ist ein Verbraucherstrompreisanstieg von beinahe 100 Prozent zum Basisjahr 1998 nicht extrem?

Die prozentuale Verteilung der Antworten zeigt auf, dass viele Manager den Strompreisanstieg anders beurteilen und diesen wohl doch als exorbitant bezeichnen würden. Anders als die Manager, sieht die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die Energiewende positiv und steht hinter dieser. Kritik kommt allerdings auch von Seiten der Bevölkerung in Bezug auf die Umsetzung. Vor allem der steigende Strompreis im Zuge der EEG-Umlage verärgert viele Verbraucher. So spielt die Energiewirtschaft eine maßgebliche Rolle für die diesjährige Wahl. Kanzlerkandidat Steinbrück versucht beispielweise mit einem Plan zur Senkung des Strompreises zu punkten. Ob ihm das gelingt bleibt abzuwarten.

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