Transparenter Stromtrassenausbau

Für die Umstellung auf die Versorgung durch Strom aus erneuerbaren Energien wird Deutschland sich in den kommenden Jahren massiv auf den Ausbau von Stromtrassen konzentrieren müssen. Ein Großteil der erneuerbaren Energien, gerade der Windkraft, ist in Norddeutschland angesiedelt, wobei jedoch der Strombedarf in den industriellen Hochburgen im Süden und Westen des Landes sehr viel größer ist. Die Bundesnetzagentur informiert aus diesem Grund nun darüber, wie der Netzausbau mit großer Wahrscheinlichkeit von Statten gehen wird und welche Gebiete möglicherweise betroffen sein werden.

Man möchte sich bei den Ausbaumaßnahmen jedoch auf die Bewohner der Gebiete einlassen, die vom Bau neuer Stromtrassen betroffen sein könnten. Zudem möchte die Netzagentur mit absoluter Transparenz arbeiten. Insgesamt ist der Bau von 3800 Kilometern neuer Trassen geplant, doch wo genau diese Trassen verlaufen sollen, steht derzeit noch gar nicht fest. Um ein stabiles Energienetz nach dem Atomausstieg gewährleisten zu können, müssen die Übertragungsnetzbetreiber ihre Netze ausbauen und ertüchtigen, daran führt kein Weg vorbei. Dabei soll jedoch nicht aus den Augen verloren werden, dass man die Stromautobahnen nicht wahllos in die Landschaft setzen kann.

Berücksichtigt werden sollen also die Gesundheit der Menschen, die biologische Vielfalt, das Landschaftsbild, aber auch Vogelflugrouten. Während diese Kriterien geprüft werden, hofft man darauf, dass das Bundeskabinett möglichst noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf verabschieden wird, der anschließend dem Bundestag vorgelegt werden kann. Vorher ist an Handeln nämlich noch nicht zu denken, da den Plänen die rechtliche Wirkung fehlt. Zeitlich gesehen wird damit gerechnet, dass es noch vor nächstem Frühjahr zu einer Entscheidung im Bundestag kommen wird, da danach der Wahlkampf beginnt.

Weitere passende Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close
Close