Symbolischer Kurswechsel – Die Rockefellers investieren künftig in Erneuerbare

Es hat etwas von einem Meilenstein, wenn sich sogar die Rockefellers, eine Familie die einst durch Geschäfte mit Öl zu Reichtum gekommen ist, aus genau diesem Sektor zurückziehen wollen. Doch dies hat die Stiftung „Rockefeller Brothers Fund“ am Montag angekündigt. Mit einem Stiftungsvermögen von rund 670 Millionen Euro ist dies durchaus ein Statement. John D. Rockefeller, einst reichster Mann der Welt, verdiente sein Vermögen, von welchem die Familie heute noch zehrt, durch sein Unternehmen Standard Oil, dass, wie der Name schon sagt, vor allem durch Investitionen in den Rohstoff Öl lebte. Nun der radikale Schwenk. Ob John D. Rockefeller jemals erwartet hätte, dass sein Vermögen eines Tages in erneuerbare Energieträger investiert wird?

Rockefeller Brothers Fund nur ein Bestandteil einer Allianz aus 800 Stiftungen, Investmentfonds und öffentlichen Einrichtungen

Mit dem Rückzug aus dem Öl- und Kohlemärkten stehen die Rockefellers nicht allein da. Ganz im Gegenteil, sie schließen sich mit dieser Entscheidung einer Allianz aus rund 800 Stiftungen, Investmentfonds und öffentlichen Einrichtungen an, welche sich aus dem Geschäft mit den fossilen Energieträgern zurückziehen wollen. Insgesamt handelt es sich dabei um Kapital in Höhe von 50 Milliarden Dollar, ein schwerer Schlag für die Fossilwirtschaft. Ein Großteil der Einrichtungen will das Kapital künftig in die erneuerbaren Energien und den Ausbau der Regenerativwirtschaft investieren, so auch die Rockefeller Stiftung. Das Statement zum Ausstieg aus den fossilen Märkten hat auch politische Durchschlagskraft. So ist es mit Sicherheit kein Zufall, dass die Rockefeller Stiftung genau zum Zeitpunkt des Klimagipfels in New York diese Entscheidung verkündet. In den vergangenen Tagen haben 120 Staats- und Regierungschefs in New York über das Nachfolgeprogramm zum 2020 auslaufenden Kyoto-Protokolls diskutiert. Allerdings war dieser Klimagipfel nur informeller Art und wurde aus organisatorischen Gründen vor die darauffolgende UN-Generaldebatte gelegt. Die formellen Verhandlungen der UN-Klimarahmenkonvention finden Ihre Fortsetzung im Rahmen der Klimakonferenz in Paris im kommenden Jahr.

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