Stromanbieterwechsel in Deutschland

Mitte 2012 gaben zahlreiche Stromanbieter in Deutschland bekannt, zu Beginn des neuen Jahres die Preise zu erhöhen. Die steigende EEG Umlage wurde als Anlass dafür genommen, enorme Preissteigerungen zum Jahreswechsel durchzuführen, obwohl bald herauskam, dass die meisten Anbieter sehr viel mehr auf den Strompreis draufschlagen, als sie die Umlage selber kosten würde. Die steigenden Preise hatten schon im zweiten Halbjahr von 2012 zur Folge, dass zahlreiche Haushalte den Anbieter wechselten. Eine Studie des unabhängigen Vergleichsportals Verivox hat nun die Anzahl der Stromanbieterwechsel im zweiten Halbjahr 2012 in den verschiedenen Bundesländern analysiert.

Auffällig ist hierbei, dass selbst in Ländern, wo durch einen Wechsel vom teuersten zum günstigsten Anbieter über 400 Euro im Jahr eingespart werden können, die Zahl der Kunden, die sich für einen Wechsel entschieden, noch relativ gering war. Am meisten gewechselt wurde in Hessen. Um die Unterschiede der Bundesländer zu verdeutlichen, wurde für die Studie der bundesdeutsche Durchschnitt als Basiswert (100) verwendet. Hessen lag demnach bei 123, auf dem zweiten Platz folgt Rheinland-Pfalz mit 118 und Brandenburg mit 114. Auf die letzten Plätze kamen das Saarland  mit 73, Bremen mit 76 und Sachsen-Anhalt mit 78.

In Hessen wird die hohe Wechselquote auf das Sparpotential zurückgeführt. Wer hier von der Grundversorgung zum günstigsten Tarif wechselt, kann bis zu 448 Euro sparen. Andere Bundesländer folgten dem Trend eher nicht. So wie beispielsweise Thüringen, wo eine Einsparung von 461 Euro möglich wäre. Das mitteldeutsche Bundesland schaffte es trotzdem nur ins hintere Mittelfeld. Im Saarland, das an letzter Stelle liegt, wird dem geringen Wechselaufkommen zugrunde gelegt, dass die beiden größten Grundversorger des Landes, die über die Hälfte des Saarlandes mit Energie versorgen, ihre Preise im zweiten Halbjahr von 2012 nur geringfügig oder gar nicht  erhöht haben.

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