Städte, Regionen und die Energiewende

Es ist eine Erfolgsgeschichte. Hamburg hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer der stärksten Regionen für erneuerbare Energien entwickelt. Wie erst kürzlich die Online-Ausgabe der WELT berichtete, sehen das auch die Riesen der Branche so. So hat der süddeutsche Weltkonzern Siemens nicht zufällig seine Offshore-Windkraft Sparte nach Hamburg gelegt. Das Potential ist gerade im Bereich der Windenergie enorm. Siemens sieht in den erneuerbaren Energien eine große Verantwortung, so sagte Siemens Nord Chef, Michael Westhagemann, der WELT: „Wir müssen in der Summe aufpassen, wie sich die Strompreise in Deutschland im Rahmen der Energiewende entwickeln. Diesen Spagat müssen wir bewältigen. Wir müssen und können den Strommarkt weiter entwickeln. Unter dem Strich steht aber für alle Beteiligten die Frage, wie wir mit unserem Klima umgehen. Wenn wir den Klimawandel ernst nehmen, müssen wir die erneuerbaren Technologien entsprechend fördern und ausbauen.“

Netzwerke als wichtige Akteure beim Gelingen der Energiewende

Das die Metropolregion Hamburg zu einem wichtigen Standort für erneuerbare Energien geworden ist, liegt auch am Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH). Als Verein institutionalisiert, bündelt die Initiative seit etwa drei Jahren die Kompetenzen der relevanten Akteure im Sektor. Momentan hat der Verein, der anteilig der Stadt Hamburg gehört, 182 Mitglieder aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft. So auch Siemens oder die E.on Tochterfirma Climate & Renewables. Die Cluster und Netzwerke sind wichtig, um die Energiewende zum Erfolg zu führen. Das künftige Energiesystem wird dezentral und flexibel sein und aus vielen Akteuren bestehen, daher ist es wichtig dass Institutionen wie der EEHH die verschiedenen Beteiligten untereinander koordinieren. Durch die Initiative sind in Hamburg 25.000 Jobs in der Erneuerbare-Energien-Branche entstanden. Dabei spielen vor allem Unternehmensansiedelungen aus dem Bereich der erneuerbaren Energiewirtschaft eine große Rolle.

Auch andere Regionen haben die Chancen erkannt

Die Entwicklung Hamburgs ist sicherlich beispielhaft in Deutschland. Kaum eine andere Region hat bisher derartige Erfolge zu verbuchen. Nichtdestotrotz ist man in anderen deutschen Städten nicht inaktiv. Ein Beispiel ist Leipzig. Die Stadt hat eine Vielzahl an kleineren und mittleren Unternehmen die der Erneuerbaren-Branche zu zurechnen sind. Aber auch große Player finden sich in der Region, so beispielsweise das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ), die European Energy Exchange (EEX) oder BMW. Letzterer startet im Moment die Produktion einer neuen Serie von Elektroautos in Leipzig. Eine Riesenchance für die Stadt und die Region, welche nun vor allem auf den Ausbau der Elektromobilität setzt. Institutionalisiert ist die Erneuerbare-Energien-Branche durch das Cluster Energie- und Umwelttechnik der Stadt Leipzig und den Netzwerkverein Netzwerk Energie und Umwelt e. V. (NEU). Auch Leipzig strebt eine Entwicklung ähnlich der in Hamburg an. Momentan stehen die Zeichen für beide Städte gut.

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