Schiefergas – ein Energieträger der Zukunft?

Vorkommen von Schiefergas

Weltweit laufen die Diskussionen, was passieren soll, wenn die Erdgasvorräte einmal zu Ende gehen. Dabei gibt es einige interessante Alternativen, zu denen nicht nur das Biogas gehört. Aktuell beschäftigen sich die Energieexperten auch mit dem Schiefergas, das das konventionelle Erdgas zumindest teilweise ersetzen könnte. Es hat den Vorteil, dass es nicht erst aufwändig gesucht werden muss, weil man dessen Präsenz in den Schieferschichten logisch voraussetzen kann. Vor allem in brüchigen Schieferschichten kann mit rentablen Mengen an Gas gerechnet werden. Es sammelt sich in Öffnungen, kann aber auch vom Material selbst absorbiert werden. Dieser Teil wird dann nach und nach in die Öffnungen abgegeben, wenn das dort vorhandene Schiefergas abgesaugt worden ist.

Schiefergas weltweit

Nach derzeitigen Schätzungen gehen die Geologen davon aus, dass es weltweit rund 450 Millionen Kubikmeter dieses Schiefergases gibt, wobei die Schwerpunkte bei den Lagerstätten in Russland und den Vereinigten Staaten vermutet werden. Auch in Europa sollen sich mehr als zwanzig Billionen Kubikmeter dieses energiewirtschaftlich interessanten Ersatzes für konventionelles Erdgas finden.

Schiefergas in Deutschland

Neben Schweden und Polen hat auch die Bundesrepublik Deutschland bereits mit der Erschließung derartiger Lagerstätten begonnen. Die drei internationalen Großfirmen Exxon, BNK Petroleum und 3Legs Resources sind bereits in mehreren Bundesländern mit Probebohrungen unterwegs. Vorerst soll sich die Erschließung auf etwa 2,7 Prozent der Fläche der Bundesrepublik beschränken. Vor allem Niedersachsen scheint von Mutter Natur hier besonders gut bedacht worden zu sein. Die Energieexperten gehen derzeit in ihren Schätzungen davon aus, dass die Dauer der Nutzung fossiler Brennstoffe mit diesen Vorkommen zwischen drei und fünf Jahrzehnten verlängert werden kann.

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