RWE will Investitionen für erneuerbare Energien vorerst einfrieren

RWE erneuerbare Energien

Wie der RWE Vorstandschef Jürgen Großmann in einem Interview bekannt gab, sollen künftig die Investitionen in erneuerbare Energien eingefroren werden. Damit bewahrheiten sich die Befürchtungen vieler Gegner der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, die zu bedenken gaben, dass im Falle einer Laufzeitverlängerung der Anreiz für die großen Energiekonzerne sinken könnte weiterhin verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren.

RWE streicht Investitionen für erneuerbare Energien – Grund: Brennelementesteuer

Verantwortlich für die Streichung der Investitionen macht Großmann die von der Regierung eingeführte Brennelementesteuer, die dem Konzern Mehrgewinne wegnehme. Großmann sagte: „Wir investieren sehr stark – mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr. Steigen wird dieses Volumen kurzfristig nicht, weil uns erst einmal Erträge durch die Politik weggenommen werden.“ Durch die Brennelementesteuer sollten ursprünglich 2,3 Milliarden Euro jährlich in die Staatskasse gespült werden. Dieser Betrag wurde in dem vorliegenden Gesetzesentwurf allerdings wieder auf 1,5 Milliarden Euro jährlich abgeschwächt. Besonders unverständlich wird das Argument des Streichens der Investitionen aufgrund des hohen Ertragsverlustes durch die Brennelementesteuer dann, wenn man eine neue Grünen-Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes zu Rate zieht, laut der RWE Stromkunden allein im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Euro zu viel abverlangt hat. Wenig verwunderlich also, dass die großen Energiekonzerne Eon, EnBW und RWE trotz Wirtschaftskrise seit 2002 Gewinne von rund 100 Milliarden Euro verbuchen konnten.

Langfristig sollen die RWE Investitionen für erneuerbare Energien steigen

Langfristig sollen die Investitionen in regenerative Energien Großmann zu Folge allerdings steigen, immerhin hätten die Erneuerbaren eine „strategische Bedeutung“ für das Unternehmen. Großmann wies außerdem darauf hin, dass die Anwendung der regenerativen Energien nicht immer sofort am technisch machbaren ausgerichtet sein sollte: Technisch geht theoretisch immer mehr als im realen Leben.“ Wichtig sei es vor allem, dass Deutschland den Strompreis betreffend wettbewerbsfähig bleibt.

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