Rettung für Conergy: US-amerikanischer Investor kauft das Unternehmen auf

Vor zwei Wochen musste die einstige Vorzeigefirma der deutschen Solarbranche Insolvenz anmelden. Zu hoch waren die Verluste im Zuge der Branchenkrise. Doch nun hat sich eine US-amerikanische Firma gefunden die das Conergy Mutterunternehmen aufkaufen will.

Für die Tochterunternehmen der Solarfirma ist die Zukunft indessen ungewiss, denn sie werden in den Kaufvertrag nicht einbezogen. Ob Conergy damit im Markt wieder Fuß fassen kann bleibt trotzdem weitgehend unsicher. Weltweit ist die Konkurrenz in der Solarbranche stark angestiegen und demnach auch der internationale Wettbewerb um Marktanteile.

„Wir sehen großes Potential“

Käufer von Conergy wird das Unternehmen Kawa Capital aus den USA. Ziel der Firma ist es, in der mittleren Frist länderübergreifend Solarkraftwerke zu finanzieren und so ausreichende und zuverlässige Kapitalrückflüsse für die Firmenbeteiligungen zu erwirtschaften. Dementsprechend optimistisch ist der Blick der Firma in die Zukunft, auch in die von Conergy.

Laut Angaben von Conergy und Kawa Capital soll die Belegschaft weitgehend erhalten bleiben. Der endgültige Kaufvertrag soll im August unterzeichnet werden. Dann wird sich zeigen ob das Pionierunternehmen der deutschen Solarbranche wieder an frühere Spitzenzeiten anknüpfen kann. Zu den besten Zeiten wurde das Unternehmen einst mit circa 2 Milliarden Euro Firmenwert gehandelt.

Ungewissheit bei den Tochterfirmen

Die zahlreichen Tochterfirmen von Conergy sind in die Rettung nicht integriert. Dies hat internationale Auswirkungen, da Conergy in etwa 25 verschiedenen Nationen Tochtergesellschaften betreibt. Beispielhaft zu nennen ist Epuron. Ob diese Firmen auch gerettet werden können ist momentan nicht einzuschätzen.

Generell kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle Tochterfirmen einen Käufer finden werden. Für die Muttergesellschaft ist die Rettung allerdings weitgehend gesichert, auch wenn bisher noch keine endgültige Entscheidung vorliegt. Beide Verhandlungspartner, dass heißt Conergy sowie Kawa Capital gehen nicht davon aus, dass eine Übernahme durch die US-amerikanische Investmentfirma noch scheitern könnte.

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