Positive Töne zur Energiewende auf der Hannover Messe

Die Hannover Messe hat dieser Tage wieder ihre Pforten in der niedersächsischen Landeshauptstadt geöffnet. Eines der zentralen Themen sind unter anderem die erneuerbaren Energien, was niemanden verwundert, denn wenn in Deutschland derzeit von Technik und Energie gesprochen wird, so ist dieses Thema im Zuge der Energiewende kaum zu vermeiden. Doch einfach hat es die Branche nicht unbedingt immer, nur weil jeder darüber redet. Das kristallisierte sich jetzt auch wieder einmal in einer Rede der Geschäftsführerin des Branchenverbandes BDEW, Hildegard Müller, heraus.

Müller ließ verlauten, dass es noch ein weiter Weg sei, bis die Ziele der Energiewende in Deutschland wirklich durchgesetzt werden könnten. Im Vordergrund der Ziele steht natürlich das Vorhaben, bis zum Jahr 2050 das derzeitige Verhältnis von 20 Prozent an erneuerbaren und 80 Prozent an konventionellen Energien einmal genau umzukehren. Hierfür sind aber nicht nur der Ausbau der Netzanbindungen und Haftungsfragen wichtig, sondern auch der Wille der Deutschen sowie auch Unternehmern aus dem Ausland, in die erneuerbaren Energien zu investieren.

Erst vor kurzem hatte der Bundesverband Erneuerbare Energien (BBE) bekannt gegeben, dass die Investitionen in die Branche im Jahr 2011, verglichen mit dem Vorjahr, drastisch zurückgegangen seien. Von rund einer Milliarde Euro ist die Rede. Schuld hieran wird vor allem den fehlenden politischen Anreizen gegeben. Die Energiewende müsse sich in den Köpfen der Menschen durchsetzen, damit diese endlich auch daran glauben, dass sie effektiv durchzuführen ist, so ein Sprecher vom BBE.

Ähnliche Töne wurden nun auch in Hannover angeschlagen. Die Branche müsse mit mehr Investitionsoptimismus an die Sache herangehen. Müller ist jedoch der Meinung, dass Deutschland hierfür auf dem besten Weg ist. Neue Kraftwerksprojekte und besonderes Engagement beim Bau und Anschluss von Offshore Windparks kennzeichnen die deutsche Energielandschaft. Alleine die Rechtsunsicherheiten, fehlenden politischen Rahmenbedingungen und Probleme bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit müssten noch aus der Welt geschaffen werden. Projektideen gebe es genug, so Müller. Nur müssten sie realisiert werden.

Tags

Weitere passende Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close
Close