Onshore vs. Offshore: Der Wettbewerb um Effizienzvorteile

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) offenbart ein unerwartetes Ergebnis. Onshore Windkraft hat sich in den letzten Jahren um einiges besser entwickelt als Offshore Windkraft. Durchaus überraschend bedenkt man, dass Offshore Windparks in der Vergangenheit oft als die effizientere Form der Energieerzeugung gesehen wurden.

Vor allem der stärkere Wind auf dem Meer galt als vielversprechender Vorteil. Die Ergebnisse des UBA zeigen allerdings das die enormen Kosten für Windparks in der See eine Stromerzeugung unrentabel machen. Der stärkere Wind bringt nicht den erhofften Effizienzvorteil.

Onshore boomt es

Im direkten Vergleich zu Offshore Windparks haben die Onshore Windräder geradezu einen Boom erlebt. Die Onshore Windkraft nimmt daher zunehmend den zentralen Teil der Energieerzeugung durch Windenergie ein. Die Ergebnisse führen zu einem radikalen Umdenken.

Das UBA fordert gar einen Förderstopp für die Windparks im Meer. Der Grund liegt vor allem daran, dass eine Förderung über das EEG als impraktikabel gilt. Insbesondere durch die steigenden Kosten aufgrund der EEG Umlage. Durch die Umlage verliert die Offshore Windkraft noch mehr Kosteneffizienz. Vollkommen will man auf die Windparks im Meer allerdings nicht verzichten, da diese trotzdem einen wichtigen Teil im  deutschen Energiemix übernehmen sollen.

Windkraft auf Land und ihr Potential

Die Studie legt nahe das ein Ausbau der Windkraft an Land rein theoretisch den heutigen deutschen Strombedarf um das Vierfache decken könnte. So können in Deutschland Windparks mit einer Gesamtleistung von etwa 1190 Gigawatt gebaut werden. Hochgerechnet auf die in Deutschland verfügbare Landfläche etwa 2.900.000 Gigawattstunden elektrische Energie.

Allerdings ist dieses Potential rein theoretischer Natur, da dadurch in etwa 10 Prozent der gesamten deutschen Landfläche mit Windkrafträdern bedeckt wäre. Rein gesellschaftlich wahrscheinlich nicht durchsetzbar. Trotzdem haben in den vergangenen Jahren viele Bundesländer bereits einem Bau von Windparks auf ihrer Landfläche zugestimmt. Ergebnis der Studie ist, dass die Onshore Windkraft in Zukunft einen wesentlich größeren Teil am deutschen Energiemix einnehmen wird als vermutet.

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