Neue Stromspeichertechnologien

Die Frage der Stromspeicherung wird in der deutschen Energiewende noch eine große Rolle spielen. Innerhalb der nächsten Jahrzehnte soll die Stromversorgung in der Bundesrepublik komplett umgestellt werden.

Dass es da zu Engpässen und Stromausfällen kommen wird, ist im Grunde schon vorprogrammiert und das ist es auch, wovor sich die meisten fürchten, wenn es um den Wechsel zur Versorgung durch erneuerbare Energien geht. Denn Wind weht nun mal nicht an jedem Tag kräftig genug, um ganze Städte oder Regionen zu versorgen und genauso ist es mit der Sonne. 

Neue Stromspeichertechniken zu entwickeln steht aus diesem Grund ganz weit oben auf dem Plan, um eine erfolgreiche Energiewende zu ermöglichen. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff Forschung Baden Württemberg (ZWS) ist nun bei der Forschung auf dem Gebiet der Stromspeicherung ein ganzes Stück weiter gekommen.

Mit der Entwicklung der so genannten Power-to-Gas Technik soll Strom aus erneuerbaren Energien zu Spitzenzeiten gespeichert werden und später wieder abrufbar sein, wenn nicht mehr genug Strom produziert wird.

Diese chemische Form der Stromspeicherung zerlegt Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff wird daraufhin in Methan umgewandelt und im Erdgasnetz gespeichert. Experten sehen die Lage so, dass die riesigen Mengen an Strom, die vielleicht demnächst gespeichert werden müssen, intelligente Netze oder Pumpspeicherkraftwerke überfordern könnten und deshalb eine chemische Alternative eingesetzt werden muss, um dieses Problem zu stemmen.

Die Versuche mit der neuen Forschungsanlage zur Power-to-Gas Technik stehen noch am Anfang. Viel Zeit sollte man sich mit der Entwicklung zwar nicht mehr lassen, doch ein paar Jahre bleiben schon noch, bis die Speicherung enormer Strommassen an der Tagesordnung sein wird.

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