Milliardeninvestition in neuen Windpark an der Nordsee

Es ist das erste Großprojekt der Erneuerbaren-Branche seit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. August. Der Stromriese Vattenfall und die Münchener Stadtwerke planen momentan den Bau eines neuen Großwindpark in der Nordsee. Der Offshore-Park soll 72 Windräder vereinen und rund 1,2 Milliarden Euro kosten.

Der neue Windpark namens „Sandbank“ soll der Schwester-Windpark des bereits kurz vor der Vollendung stehenden „Dan Tysk“ werden. „Dan Tysk“ liegt nur etwa 70 Kilometer von dem künftigen Standort „Sandbanks“ entfernt und vereint 80 Windräder in sich. Im Unterschied zum bald fertigen „Dan Tysk“ müssen die Projektierer bei „Sandbank“ allerdings die etwas unfreundlicheren Regelungen des neuen EEG in Kauf nehmen.

Neues EEG ist akzeptable Grundlage für den weiteren Ausbau

Auch wenn im neuen EEG die Fördersätze für die Offshore-Windenergie von 19 Cent pro Kilowattstunde einer jährlichen Degression unterliegen, gibt man sich bei Vattenfall positiv. „Wir haben auf stabile Rahmenbedingungen gewartet. Mit der im EEG angelegten Förderung können wir nun neue Anlagen sinnvoll bauen und betreiben“  sagt Gunnar Groebler, Chef des Geschäftsbereiches Erneuerbare Energien beim Stromkonzern Vattenfall.

Trotz allem sind die Firmen unter Druck, denn im Vergleich zu den alten Regelungen müssen die Anlagen günstiger gebaut und wesentlich effizienter betrieben werden um ausreichende Rentabilität zu erreichen. Groebler geht allerdings davon aus, dies zu erreichen. Er meint, dass bei Planung und Bau der Anlage rund zehn bis 20 Prozent gespart werden können. Für die Stadtwerke München ist das Projekt eher zwangsmäßiger Natur. So ist vor allem Bayern sehr „windunfreundlich“ und weist Gebiete für Onshore-Anlagen nur sehr ungern und mit vielen Auflagen aus.

Die Ambitionen der Stadtwerke München bis 2025 ganz München erneuerbar mit eigenen Anlagen zu versorgen lassen allerdings nicht zu, die Windkraft auszuklammern. So beteiligen sich die Münchener Stadtwerke am neuen Park „Sandbank“ mit 49 Prozent. Auch an „Dan Tysk“ sind die Stadtwerke München beteiligt.

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