Lichtblick für insolventes Unternehmen Q-Cells

Die deutsche Solarindustrie hat bisher kein sonderlich erfreuliches Jahr hinter sich. Schon seit einiger Zeit war es der Branche eher schlecht gegangen und die Kürzungen der Solarförderung im April dieses Jahres hatten sich besonders negativ niedergeschlagen. Hinzu kam die Billigkonkurrenz aus Asien, die den Absatzzahlen der europäischen Unternehmen einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte. So einige namhafte Solarunternehmen mussten im Laufe des Jahres bereits Insolvenz anmelden, darunter auch der Konzern Q-Cells, der eigentlich einmal weltweit führend auf seinem Gebiet gewesen war.

Im April wurde bekannt, dass dem Konzern aus Sachsen-Anhalt nur die Insolvenz noch als Ausweg blieb. Darauf folgten der Verkauf von Unternehmensteilen, das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern und nicht zu vermeidende Entlassungen. Doch nun, fast fünf Monate seit dem Insolvenzantrag, ist Q-Cells möglicherweise zurück im Spiel. Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, soll der südkoreanische Mischkonzern Hanwha Interesse an dem insolventen Unternehmen angemeldet haben. Für einen Bar Kaufpreis von umgerechnet 38,7 Millionen Euro soll die Übernahme von Statten gehen, wenn an diesem Mittwoch die Gläubigerversammlung den Plänen zustimmt.

Die Politik und Vertreter der Branche würden einen Einstieg von Hanwha begrüßen. Besonders wichtig sei dabei jedoch, dass die südkoreanische Firma auch dafür sorgt, dass der Standort in Bitterfeld bestehen bleibt. Es wäre wünschenswert, dass ein Großteil der ehemaligen Angestellten von Q-Cells ihren Job behalten kann. Die Zukunft für die Solarindustrie im so genannten Solar Valley Mitteldeutschland ist zwar durch das Angebot von Hanwha nicht automatisch gesichert, doch es ist zumindest eine positive Wendung in einer kritischen Situation.

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