Lage um das japanische Atomkraftwerk in Fukushima ist weiterhin angespannt – teils schwere Nachbeben erschüttern immer wieder das Land

Die Situation des Atomkraftwerkes Fukushima bleibt, trotz verschiedener Reparaturversuche des Kühlungssystems, weiter kritisch. Dem nach einem Erdbeben schwer beschädigtem Atomkraftwerk droht nach wie vor der Super-GAU, also eine komplette Kernschmelze, die sehr wahrscheinlich große Teile des Landes radioaktiv verseuchen würde.

Auch heute bebte in Japan wieder die Erde. Insgesamt 25 – teils schwere – Nachbeben wurden nach dem verheerenden Beben vor 2 Wochen, das einen Tsunami auslöste, der Tausenden Menschen das Leben nahm und Hunderttausende obdachlos machte, festgestellt. Die Bezirke um das Katastrophen Kraftwerk Fukushima sind nach wie vor einer starken radioaktiven Strahlung ausgesetzt, was es den Helfern immer wieder erschwert an der Verhinderung der Kernschmelze zu arbeiten. So mussten auch heute wieder Arbeiter das Gelände verlassen, da schwarzer Rauch aus dem Kraftwerk aufstieg. Erstmals gab die Regierung zu, dass auch außerhalb der 30 Kilometer Sicherheitszone örtlich zum Teil sehr hohe Strahlenbelastungen auftreten könnten.

In Tokio wurde unterdessen erstmals auch eine erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser festgestellt. Kinder unter einem Jahr sollen daher kein Leitungswasser mehr trinken. Auch aus der Unglücksgegend stammendes Gemüse darf nicht weiter verkauft werden.

Auf Deutschland wirkt sich die japanische Atomkatastrophe unterdessen noch nicht aus. Bislang wurden bei aus Japan importierten Lebensmitteln keine erhöhten Strahlenbelastungen festgestellt. Auch die Gefahr einer direkten Auswirkung, aufgrund von radioaktiven Teilchen, die an die Luft und in die Atmosphäre gelangt sind, besteht hierzulande nicht. Durch Wind und Regen werden die Partikel soweit verdünnt, dass sie in Europa so gut wie nicht messbar sind. Dies teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

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