Konferenz in Marrakesch zum Thema erneuerbare Energien

Der Nahe Osten sowie Nordafrika werden auch für die Branche der erneuerbaren Energien immer interessanter. Bei einer zweitätigen Konferenz in Marrakesch zu dem Thema erklärte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, es wäre unbedingt nötig, die Wind- und Sonnenenergie zu unterstützen, da diese dabei helfen könnten, die wirtschaftliche Entwicklung in Nordafrika und dem Nahen Osten zu fördern. Dies würde nicht nur eine klimaverträgliche Energieversorgung vor Ort garantieren, sondern auch für die Schaffung vieler Arbeitsplätze sorgen.

Die Länder Nordafrikas seien für die Ansiedlung erneuerbarer Energien ganz besonders gut geeignet, so Flasbarth. Wind und Sonne gibt es dort schließlich genug und zudem ausreichend Raum für Fläche, um Solaranlagen und Windparks zu bauen. Dies könnte sogar reichen, um neben der Energieversorgung vor Ort mit der Versorgung in Europa zusammen zu arbeiten. In den meisten Gegenden in Nordafrika ist noch lange nicht von einer klimafreundlichen Energieversorgung die Rede, wenn man denn überhaupt von einer funktionierenden Versorgung sprechen kann. Dies wäre für die entsprechenden Gebiete also ein großer Schritt.

Noch wichtiger für die Gegenden seien jedoch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Steigerung der Wertschöpfung. Die MENAREC (Middle East and North African Renewable Energy Conference) in Marrakesch lud Mitte Mai Experten aus Politik, Finanzwirtschaft und dem Sektor der erneuerbaren Energien ein, um über die Zukunft der Erneuerbaren in dem entsprechenden Raum zu diskutieren und über Wege zu entscheiden, wie ein Ausbau schnell und effizient durchgeführt werden kann. Die Voraussetzungen sind ideal, bleibt nur noch der finanzielle Aspekt übrig und die Integration der Projekte in die bestehenden Wirtschaftszweige der Länder, die vor allem aus Landwirtschaft und Tourismus bestehen. Förderungen müssen besprochen werden und die Erfahrungen, die man bereits in Europa mit den erneuerbaren Energien gemacht hat, müssen ausgewertet werden.

Weitere passende Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close
Close