Verbraucher fordern Kaufprämie für Elektroautos

Kaum ein Elektrofahrzeug trifft man heute auf den deutschen Straßen an. Dabei ist doch die Energiewende in vollem Gange und somit müsste es eigentlich oberste Priorität sein, dass nicht nur die Energieversorgung der Deutschen umgeschmissen wird, sondern auch ein Bereich, der in großem Maße zur Umweltverschmutzung beiträgt: die Automobilbranche. Was die Automobilindustrie an sich angeht, so ist man dort schon längst auf den Zug der Elektromobilität aufgesprungen, so wie es viele andere Länder bereits vormachen. Doch die Bürger, also die Autofahrer, sind es, die sich mit batteriebetriebenen Fahrzeugen noch nicht so recht anfreunden wollen.

Ein Grund dafür, dass die Elektromobilität hierzulande noch keinen Erfolg verzeichnen konnte, liege darin, dass die Bundesregierung keine Anreize, beispielsweise in Form einer staatlichen Kaufprämie für elektronisch betriebene Fahrzeuge, für die Fahrer biete, so die Automobilindustrie. Die Verbraucher haben dieser Annahme nun Recht gegeben. In einer Umfrage der Puls Marktforschung wurden sie zu diesem Thema befragt und 70 Prozent der Befragten gaben an, eine Kaufprämie zu befürworten. 48 Prozent, also beinahe die Hälfte, waren sogar der Meinung, sie würden sich ein batteriebetriebenes Fahrzeug anschaffen, wenn in dem Fall eine staatliche Förderung winken sollte.

In anderen Ländern, wie beispielsweise in Frankreich oder in den USA, sind finanzielle Anreize beim Kauf eines solchen Fahrzeugs inzwischen ganz normal geworden. Nur in Deutschland weigert sich die Regierung noch immer dagegen. Sie meint, der Markt müsse sich aus eigener Kraft entwickeln. Dafür hat die Regierung schon einiges in die Forschung gesteckt, um beispielsweise die Entwicklung der Batterietechnologie voran zu treiben. Ob dies aber das Interesse der Verbraucher weckt, ist wohl fraglich.

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