Kalte Fusion als Alternative zur bisherigen Energiegewinnung?

Der Atomausstieg der Bundesrepublik wird kommen, daran gibt es seit dem vergangenen Sommer keinen Zweifel mehr. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen nach und nach alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz genommen werden, einige haben ihre Tore bereits für immer geschlossen. Das Thema Atomausstieg ist schon seit Jahrzehnten immer wieder aktuell gewesen und obwohl im vergangenen Jahr in ganz Deutschland die Menschen auf die Straße gingen, um gegen Atomkraft zu demonstrieren, gibt es noch immer Befürworter, die nun nach dem neuen Gesetz kritisch in die Zukunft blicken.

Eine Erhöhung der Strompreise, Abhängigkeit von anderen Ländern, drohende Blackouts, die Liste an Zweifeln ist lang. Was für Alternativen gibt es eigentlich wirklich? Da wäre zum einen die Branche der Solarenergie, doch die durchlebt gerade, nach jahrelangem Boom, eine regelrechte Krise. Die bisherigen Förderungen durch den Staat wurden gerade erst um ganze 30 Prozent gekürzt, was viele Unternehmen an ihre Grenzen bringen wird. Dann gibt es selbstverständlich noch die Windenergie. Eine Branche, die in Deutschland stetig wächst. Doch die Infrastruktur ist noch nicht vollständig auf eine Versorgung durch Windenergie eingerichtet, da es noch nicht ausreichende Verbindungen zwischen Nord- und Süddeutschland gibt.

Eine weitere Alternative zum Kernfusionsreaktor zur Gewinnung von Energie ist die so genannte kalte Fusion, von der bisher nur wenige gehört haben dürften. Dieses Verfahren stellt eine kontrollierte Kernfusion von Wasserstoff-Isotopen ohne ein nötiges Plasma mit hoher Temperatur und Dichte dar. Geboren wurde die Idee zu einer kalten Fusion zu Zeiten der Sowjetunion, doch zum Begriff machten das Verfahren erst die Forscher Stanley Pons und Martin Fleischmann Ende der 80er Jahre. Sie führten ein Experiment durch, bei dem eine kalte Fusion stattgefunden haben soll, nachdem sie auf elektrochemischem Weg an einer Palladium Elektrode durchgeführt worden war. Es gab jedoch nie einen Beweis dafür, dass die Fusion wirklich stattgefunden hat. Deshalb geht man davon aus, dass eine kalte Fusion auf diesem Weg eigentlich nicht möglich sei. Obwohl auch bis heute noch Versuche mit dem Verfahren gemacht werden, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass die kalte Fusion wirklich dazu genutzt werden kann, Energie zu gewinnen. Sie ist also nur eine weitere Sackgasse auf der Suche nach Alternativen zur bisherigen Energiegewinnung.

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