Iran lehnt Atomforderungen des Westens ab

Schon vor Beginn der erneuten Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN Vetomächten Russland, USA, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland hat es von Seiten des Westens her Forderungen gegeben, die der Iran nach eigenen Angaben so nicht akzeptieren wird.

Man hatte von dem Land im Nahen Osten verlangt, nicht nur die Urananreicherung auf bis zu 20 Prozent zu stoppen, sondern auch die erst 2009 an die Öffentlichkeit gekommene Anlage in Fordo, südlich von Teheran, zu schließen.

Dass der Iran sich weigert, auf diese Forderungen einzugehen, wundert niemanden. Schon bei vorherigen Atomgesprächen in den vergangenen Jahren war es nie zu einer Einigung gekommen. Das letzte Gespräch dieser Art fand vor über einem Jahr im Januar 2011 statt. Am kommenden Wochenende treffen sich die Staaten nun wieder, diesmal in Istanbul. Aufgrund der geteilten Stellungen im Syrien Konflikt war erst nicht sicher gewesen, ob sich der Iran wirklich für die Türkei als Verhandlungsstandort einlassen würde. Tehran stimmte der Lokalität jedoch zu.

Die Vorgaben des Westens wurden von Seiten des Irans als nicht sinnvoll abgewiesen. Dies gab Feredjun Abbasi, Direktor der iranischen Atomenergiebehörde, am Wochenende bekannt. Demnach wolle man weder die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent beenden noch die Atomanlage in Fordo schließen. Atomtechnologie werde im Iran nur für friedliche Zwecke entwickelt und erworben, so Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

Der Atomstreit zwischen den USA und dem Iran geht mittlerweile in die nächste Runde. Um die Vorstellungen des Westens umzusetzen, hat US-Präsident Barack Obama bereits Ende März die Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Die Importe von iranischem Öl sollen damit so stark wie möglich eingeschränkt werden. Von den Verhandlungen in der Türkei verspricht man sich nun zunächst ein hilfreiches Umfeld für konkreten Fortschritt. Das deutliche Ziel sei ein nachhaltiger Prozess, so ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton.

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