Harsche Kritik am Verlauf der Energiewende

Die Ziele der Regierung sind deutlich. Man möchte mit aller Macht in den nächsten Jahren die Branche der erneuerbaren Energien ausbauen, so dass bis zum Jahr 2020 ein gewisser Anteil der Stromgewinnung in Deutschland aus den Erneuerbaren kommt. Doch zur gleichen Zeit möchte man die Zuschüsse für Solarenergie kürzen, da im vergangenen Jahr die Zahl der Solarmodule  beinahe doppelt so hoch ausgefallen ist, als es ursprünglich von der Regierung geplant war. Ende des Monats sollen Bund und Länder endgültig über die Kürzung der Förderungen entscheiden. Um dies durchzusetzen, wäre die Zustimmung eines Großteils der Länder nötig.

Neben all diesen Debatten und Überlegungen schalten sich nun auch Deutschlands Stadtwerke mit in die Diskussionen ein. Sie bezeichnen den Ausbau der erneuerbaren Energien als unkontrolliert. Solange es keine Speicher und ausgebauten Netze in der Bundesrepublik gebe, könne der Ausbau der erneuerbaren Energien einfach nicht funktionieren, kritisiert Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung des Stadtwerke Bündnisses Trianel. Derzeit geschehe in Deutschland der Zubau von Solar-, Wind- und Wasserkraft völlig unkoordiniert und kostenineffizient. Deshalb drohen Verwerfungen am Markt.

Von einigen Seiten wird aus diesem Grund ein Bundesenergieministerium vorgeschlagen, das sich um die Planung des Ausbaus der Erneuerbaren kümmert. Ein Masterplan sei dringend von Nöten, wenn man im gleichen Tempo wie jetzt die Umstellung auf grünen Strom so vorantreiben will. Die Energiewende ist für Deutschland eine große Sache, die Energieversorgung der Zukunft hängt mit von Entscheidungen ab, die heute getroffen werden müssen. Da darf ein gewisses Maß an Koordination einfach nicht fehlen. Die Stadtwerke sind jedoch der Meinung, dass es hier gerade massiv hapert. Des Weiteren fordern sie einen Ausgleich für die schwankende Erzeugung des umweltfreundlichen Stroms durch Anreize für den Bau von Speicher- und fossilen Kraftwerken.

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