Erneuerbare Energien gegen globale Erwärmung

Trotz eines enttäuschenden Ausgangs der Klimakonferenz in Doha ist man sich weiterhin einig darüber, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien vorangetrieben werden muss. Geschehe dies nicht, so hätte die Menschheit nach düstersten Prognosen zum Ende des Jahrhunderts einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von fünf Grad Celsius zu befürchten.

Klimagipfel in Doha: Der erhoffte Durchbruch blieb aus

Vergangene Woche ging in Doha, der Hauptstadt des arabischen Emirates Katar, die 18. UN-Klimakonferenz zu Ende. In der Presse wurden die dort getroffenen Entscheidungen scharf kritisiert, schließlich seien sie weit hinter dem zurückgeblieben, was sich die Staats- und Regierungschefs sowie Umweltminister der UNO-Länder eigentlich vorgenommen hatten.

Statt eines neuen und vor allem verbindlichen Vertrages, der das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll ablöst, kam am Ende wieder einmal nicht viel dabei heraus. In letzter Minute einigte man sich auf eine Verlängerung der 1997 in Japan beschlossenen Papiers, das die Höchstmengen an Treibhausgasemissionen angibt, zu deren Einhaltung sich Industriestaaten verpflichten.

Ein schmeichelhaftes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass deutlich konkretere Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung angestrebt waren. Vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer, die heute auch schon einen signifikanten Anteil an den weltweiten Emissionen haben, blieben völlig unberücksichtigt und ließen sich zu keiner Limitierung ihres jeweiligen CO2-Ausstoßes bringen.

Deutsche Energiepolitik als Vorbild für andere Industriestaaten

Während der Klimagipfel offenbar nur noch symbolischen Wert besitzt und anscheinend bloß als Kulisse für mahnende Reden und gut gemeinte Absichten dient, bleibt die Umweltpolitik doch weiterhin alleinige Sache der Mitgliedsstaaten.

Deutschland nimmt dabei nach Beschluss der Energiewende und angekündigtem Atomausstieg eine Vorreiterrolle ein. Im Jahr 2022 soll der letzte Atommeiler vom Netz gehen und ein bedeutender Teil der Energie auf nachhaltigem und sicherem Wege produziert werden.

Auf ein Drittel wurde der Anteil der erneuerbaren Energien festgelegt, schon jetzt stammt rund ein Viertel des Bruttoenergieverbrauches aus ökologischer Gewinnung. Der Ausbau der Branche läuft sowohl im großen wie auch im kleinen Stile auf Hochtouren. Zum einen gibt es große Off-Shore-Windparks in der Nordsee, zum anderen setzen immer mehr Hauseigentümer auf eine energetische Sanierung und gewinnen dank Photovoltaik- und Erdwärmeanlagen ihre eigene Energie.

Mit Umweltfonds die Energiewende vorantreiben

Auch mit Umweltfonds lässt sich die Branche der erneuerbaren Energien unterstützen. Private Kapitalanleger tragen mit ihren Investitionen zum Bau neuer Anlagen bei und erhalten anschließend als Miteigentümer attraktive Gewinnbeteiligungen. Da derartige Bauprojekte derzeit boomen und von entscheidender Bedeutung für die zukünftige, atomfreie Energieversorgung sind, handelt es sich um eine vergleichsweise krisensichere Form der Geldanlage und verspricht großzügige Renditen.

Tags

Weitere passende Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close
Close