Gerettet: Solarworld erhält „Go“ von Aktionären und Anteilseignern

Die „Woche der Wahrheit“ ist fast überstanden. Heute ist der letzte Tag der wichtigen Hauptversammlungen über die Abstimmung zum Rettungsplan für Solarworld. Wie bereits am Montag berichtet wurde, hat die erste Runde der Anleiheeigner zum Rettungsplan zugestimmt. Gestern stimmte auch die zweite Anleiheeigner-Gruppe mit 99,8 Prozent und damit fast vollständig für den Rettungsplan, so das Unternehmen. Heute waren die Aktionäre am Zug. Auch diese stimmten laut aktuellsten Informationen dem Rettungsplan zu.

Verzögerungen bei den Gesprächen

Solarworld-Chef Asbeck musste lang zittern, denn die außerordentliche Hauptversammlung verzögerte sich auf Grund längerer Beiträge bis auf dem heutigen Nachmittag. Doch nun scheint die Rettung im Trockenen. Nach Angaben einiger Sprecher der Aktionäre und Anteilseigner habe es ein positives Ergebnis gegeben.

Asbeck überzeugte die Aktionäre mit seinem Sanierungskonzept indem er versicherte, dass Solarworld immer noch konkurrenzfähig ist und nur knapp über dem Preis für die chinesischen Dumping-Solarmodule liege. Er garantierte den Aktionären daher, dass sich das Unternehmen dem Technologiewettlauf stellen wird und sich auch behaupten will. Scheinbar waren die Argumente überzeugend, denn alle Gruppen an Anleiheeignern und die Aktionäre stimmten dem Sanierungskonzept letztlich zu.

Kein weiterer Personalabbau bei Solarworld

Gute Nachrichten auch für die Belegschaft. Zu Spitzenzeiten beschäftigte Solarworld einst rund 3600 Mitarbeiter in der Firmenzentrale in Bonn, dem Hauptproduktionsstandort in Freiberg in Sachsen und einem weiteren Werk in den USA. Momentan sind es noch 2500 Mitarbeiter. Der Abbau machte die angespannte Lage des Unternehmens deutlich.

Mitunter ein Grund für die Anleiheeigner und Aktionäre dem Rettungspaket zu zustimmen. Laut Informationen des Unternehmens soll der Personalabbau nun aber ein Ende haben. Es ist fraglich ob die Aktionäre sich freuen oder eher enttäuscht sind. Immerhin sind sie durch die Abgabe des Großteils ihrer Anteile quasi „enteignet“ worden. Trotzdessen wäre die Alternative, nämlich die Insolvenz, ein Totalverlust geworden und hätte 100 Prozent der Anteile gekostet.

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