Gaspreise unter der Lupe

Bei der Entwicklung der Gaspreise waren sich die Anbieter im Jahr 2010 so uneinig wie niemals zuvor. Ein knappes Viertel der so genannten Grundversorger hat seinen Kunden in den letzten Monaten die Freude einer Senkung der Preise verschafft. Besonders gut traf es eine Kommune in Mecklenburg-Vorpommern. Dort durften sich die Gaskunden über eine Preissenkung von rund 23 Prozent freuen. Etwa ein Drittel der Gasversorger baten ihre Kunden dagegen deutlich kräftiger zur Kasse. Insgesamt steigerten 242 Anbieter ihre Preise, wobei die Preiserhöhungen an einigen Stellen bis zu 29 Prozent betrugen.

Doch das ist noch nicht das Ende der berühmt berüchtigten Fahnenstange. Zum Jahreswechsel sind weitere deutliche Preiserhöhungen angekündigt worden. Der Durchschnitt liegt nach den aktuellen Statistiken bei neun Prozent. Dabei hält der Anbieter einer bayerischen Kommune an der Pegnitz mit einer 19-prozentigen Preiserhöhung den aktuellen Rekord.

Wer sich auch künftig noch günstige Gaspreise sichern möchte, der kommt um einen Vergleich nicht herum. Da viele Anbieter die Laufzeiten ihrer Verträge an das Geschäftsjahr und damit an das Kalenderjahr angepasst haben, wäre zum Jahresende für viele betroffene Kunden ein Anbieterwechsel möglich. Die jeweils gültigen Kündigungsfristen findet man in den Allgemeinen Vertragsbestimmungen. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und zum Zeitpunkt des Ablaufs der Kündigungsfrist beim Versorger nachweisbar eingegangen sein.

Angst vor notwendigen technischen Eingriffen muss man bei einem Wechsel des Gasversorgers nicht haben, denn diese sind nicht nötig, da das gleiche Gas wie bisher geliefert wird. Man bekommt nur seine Abrechnung woanders her. Es wird nur eine Zwischenablesung vorgenommen, um eine klare Abgrenzung des Verbrauchs zwischen dem alten und dem neuen Versorger zu schaffen.

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