Fukushima – wie weit wird sich die Atomkatastrophe in Japan noch verschlimmern?

Die Informationen aus Japan, die uns mittlerweile schon fast stündlich erreichen, lassen nichts Gutes verheißen. Nachdem ein Erdbeben und ein darauffolgender Tsunami große Teile des Landes verwüstet und tausenden Menschen das Leben gekostet hatten, droht dem Land jetzt auch noch eine atomare Katastrophe von bisher ungeahntem Ausmaß.

In Folge des Erdbebens erlitt speziell das an der Küste gelegene Atomkraftwerk Fukushima erhebliche Schäden. Nach anfänglichen Irritationen ist jetzt klar: Durch den Ausfall des Kühlungssystems kam es gleich in mehreren Reaktoren des Kraftwerkes zumindest teilweise zu Kernschmelzen. Die in den letzten Tagen ergriffenen Maßnahmen zur Verhinderung einer kompletten Kernschmelze und eines möglichen Super-Gaus erscheinen schon fast wie Verzweiflungstaten.

So wurde nicht nur versucht die Kühlung der Brennstäbe mit Meerwasser zu gewährleisten, sondern auch aus der Luft sollte Wasser mit Helikoptern eingeflogen werden. Teile des Meeres rund um Japan sind somit bereits kontaminiert, was in der nächsten Zeit zu einem massiven Fischsterben führen könnte. Aber auch die Strahlung um das Kraftwerk Fukushima erreicht sehr bedenkliche Ausmaße. Anwohner in einem Umkreis von 20 Kilometern wurden bereits evakuiert. Die 50 Arbeiter, die noch immer in dem Katastrophenkraftwerk arbeiten, riskieren ihr Leben, um noch Schlimmeres zu verhindern. Auch im Großraum Tokio wurde bereits eine erhöhte Strahlung gemessen, die momentan jedoch glücklicherweise noch weitestgehend ungefährlich für die ansässigen Menschen ist.

Nach all den erschreckenden Nachrichten der letzten Tage gibt es jetzt allerdings wieder zumindest einen kleinen Funken Hoffnung. Eine zur Wiederherstellung des Kühlungssystems des Kraftwerkes dringend benötigte Stromleitung, soll kurz vor der Vollendung stehen. Sollte es gelingen die Kühlsysteme Fukushimas wieder zum Laufen zu bringen, dann besteht Hoffnung, dass die ganz große Katastrophe verhindert werden kann.

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