Ernüchternde Arbeitsmarktzahlen für die erneuerbaren Energien

Die Umstellung auf die Regernativwirtschaft ist im vollsten Gange. Das könnte man zumindest vermuten, wenn man sich die Ausbauzahlen der letzten Jahre anschaut und betrachtet wie sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix entwickelt hat. Kurioserweise scheint der Arbeitsmarkt in der Branche der regenerativen Energieerzeugung zu stagnieren. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes und des Bundesverbands der Solarwirtschaft (BSW) belegen diesen Trend, auch wenn die Zahlen an sich unterschiedlich sind. Vor allem die Solarbranche und die Branche der Windenergie sind betroffen, aber auch branchenübergreifend erleben die erneuerbaren Energien gerade eine arbeitsmarktbezogene Krise.

Alarmierender Rückgang der Beschäftigtenzahlen

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind alarmierend. Demnach haben Anfang 2012 noch gut 10.000 Menschen in der Solarwirtschaft gearbeitet. Die neuesten Erhebungen vom November 2013 zeigen allerdings lediglich 2.700 Beschäftigte in der Branche. Ein extremer Rückgang, der mit dem normalen Verlauf auf dem volkswirtschaftlichen Arbeitsmarkt nicht einher geht. Der BSW hat andere Zahlen, die die gesamte Solarbranche und zusammenhängende Branchen betrachten. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beziehen sich nur auf die Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen. Den Daten des BSW nach, haben 2013 insgesamt 60.000 Menschen in der gesamten Branche gearbeitet. Zwei Jahre zuvor waren es noch gut 82.000. Auch hier ein dramatischer Rückgang, wobei dieser nicht so prekär ist wie in der Produktion, auf die sich die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beziehen. Zahlen der IG-Metall zeigen einen ähnlichen Trend bei der Offshore-Windenergie. Dort gingen demnach im vergangenen Jahr mehr als 2.000 Stellen verloren. Zudem sind bis Mitte des laufenden Jahres weitere Entlassungen geplant, so die Betriebsräte der Branche. Bei der Onshore Windenergie sieht es besser aus, der Arbeitsmarkt gilt bislang als stabil, sodass auch keine Entlassungen geplant seien. Der BSW und die IG-Metall appellieren vor allem an die Bundesregierung und insbesondere an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Seine Programme müssen dringend überdacht werden, denn eine weitere Kürzung bei der Förderung von Windkraftanlagen sei für die Branche „verheerend“.

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