Erneuerbare Jobs – Deutlicher Zusammenhang zwischen Beschäftigungseffekten und dem Ausbau der Erneuerbaren

Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) zeigt einen starken Zusammenhang zwischen den Beschäftigungseffekten und dem Ausbau der erneuerbaren Energien in den einzelnen Bundesländern. Dabei sind die Effekte durchaus beachtenswert, da bei einem Rückgang oder Zuwachs des Ausbaus der Erneuerbaren immer mehrere Branchen gleichzeitig betroffen sind. So verloren nicht Industrieangestellte im Zuge der vergangenen Solarkrise ihre Jobs sondern auch viele Beschäftigte von Installations- und Handwerksbetrieben. Deshalb wurden die höchsten Beschäftigungsrückgang in der Branche im Süden und der Mitte Deutschlands verzeichnet. Im Gegensatz dazu, profitierten vor allem die nördlichen Bundesländer vom Ausbau der Windkraft, ob an Land oder auf See.

Gesamtrückgang der Beschäftigtenzahlen in der Branche zeigt sich auch auf Landesebene

„Eine engagierte Energiewende führt neben Klimaschutz und Versorgungssicherheit auch zu neuen Jobs. Dafür muss der Ausbau Erneuerbarer Energien aber unterstützt und nicht gebremst werden“, meint Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Die Studie bestätigt seine Aussage, wobei die deutschlandweiten Gesamtzahlen für 2013 einen Negativtrend zeigten, welcher sich auch auf Ebene der Länder niederschlug. Vor allem die mittel- und ostdeutschen Länder mussten herbe Einbußen verkraften. Dagegen profitierten die nördlichen Länder von der positiven Entwicklung bei der Windenergie. Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und sogar die Stadtstaaten Bremen und Hamburg konnten leicht Beschäftigungszuwächse verzeichnen. Insgesamt steigen die Arbeitsplätze im Bereich der Windenergien in diesen Ländern um etwa 17.000 Arbeitsplätze. „Da Erneuerbare Energien dezentral installiert werden müssen, haben sie eine hohe Arbeitsplatzwirkung in den Regionen. Um diesen Effekt nutzbar zu machen, muss jedoch der Ausbau in allen Regionen Deutschlands kontinuierlich weitergehen. So könnte sich beispielsweise die Beschränkung beim Zubau von Biogasanlagen negativ auf die Arbeitsplatzentwicklung des Sektors auswirken.“, so Philipp Vohrer von der AEE. Trotz der teils negativen Entwicklung hat die Branche der erneuerbaren Energien vor allem für Ostdeutschland eine sehr wichtige Bedeutung. „Bezogen auf die gesamte Beschäftigung, entfällt schon knapp jeder 100. Arbeitsplatz direkt oder indirekt auf die Erneuerbare-Energien-Branche. In Sachsen-Anhalt trifft dies sogar auf jeden 37. und in Mecklenburg-Vorpommern auf jeden 43. Beschäftigten zu“, bestätigt beispielsweise Philip Ulrich, wissenschaftlicher Mitarbeiter der GWS die Zahlen.

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