Erkundung in Gorleben vorübergehend gestoppt

Für die endgültige Durchsetzung der Energiewende ist die ordnungsgemäße Lagerung des entstandenen Atommülls eine Angelegenheit, die von der Politik in Deutschland momentan debattiert wird. Man ist übereingekommen, dass die Suche nach einem geeigneten Endlager für hochradioaktiven Atommüll oberste Priorität hat.

Lange war als einzig möglicher Standort für ein solches Endlager der Salzstock Gorleben in Betracht gezogen worden. Wie sich nun herausstellte, stoppt der Bund jedoch zunächst die Erkundung Gorlebens. Man möchte zunächst Alternativen erforschen, bevor es in dem niedersächsischen Salzstock zu weiteren Erkundungen kommen wird, so ein Medienbericht. Nur zum Vergleich des Standorts mit anderen möglichen Kandidaten soll die Arbeit wieder aufgenommen werden.

Seit November wird zwischen Bund und Ländern über ein Standortauswahlgesetz debattiert. Dies soll dafür sorgen, dass in einem geordneten Verfahren nach einem geeigneten Endlager für den Atommüll gesucht wird. Noch für diesen Monat waren ursprünglich die Beratungen geplant gewesen, doch die Verhandlungen sind immer weiter ins Stocken geraten.

Besonders über den Umgang mit Gorleben ist man sich nicht einig. Bisher ist der Salzstock der einzige Standort, der erkundet wird. Dies erfüllt den Vorschlag der Bundesregierung, der besagt, dass nur ein Standort erkundet werden muss. Hier ist es allerdings schwer verständlich, wie der Salzstock also mit anderen Alternativen verglichen werden soll.

Zudem hat der Bund die Gründung eines Bundesinstituts für Endlagerung vorgeschlagen, was jedoch von der Opposition bisher abgelehnt wird. Auch die Gründung einer Deutschen Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle ist im Gespräch, doch die Diskussion um die behördliche Struktur in diesem Fall scheint nicht zu einem Ende zu kommen. Bundesumweltminister Röttgen zeigt sich jedoch zuversichtlich. Seiner Meinung nach sei eine Einigung zwischen Bund und Ländern in greifbarer Nähe. Man plant, das Standortauswahlgesetz bis zum Sommer zu beschließen.

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