Energiewende im Ausland: Thailand will Solarausbau vorantreiben

Seit sieben Jahren betreibt man in Thailand ein, dem EEG ähnliches, Förderinstrument mittels Einspeisevergütungen für regenerative Energieträger. Nun will man sich vor Ort verstärkt auf den Ausbau von Solaranlagen konzentrieren und das Vergütungsmodell entsprechend anpassen.

Geplant sind 3000 Megawatt installierte Gesamtleistung bis Ende 2014. Bisher sind 2000 Megawatt installiert. Zur Zielerreichung müssen innerhalb von eineinhalb Jahren 1000 Megawatt zusätzliche Leistung installiert werden. Ein sehr ambitioniertes Ziel.

Neue Einspeisevergütungen beschlossen

Im Zuge der Ausbaubemühungen ist beschlossen worden, dass das Vergütungsmodell verändert werden soll. So wurde die Laufzeit der Förderung für Solaranlagen von 10 auf 25 Jahre erhöht. Die Regelung gilt für private, sowie gewerbliche Produzenten solarer Elektrizität. Umgerechnet in Euro erhalten private Betreiber von Solaranlagen, zum Beispiel mittels Solarmodulen auf Hausdächern, 17 Cent pro Kilowattstunde eingespeisten Strom.

Zum Vergleich, in Deutschland beträgt der Fördersatz momentan 15 Cent pro Kilowattstunde. Grundlegend ist man in Thailand sehr bemüht den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. So ist das mittelfristige Ziel der Regierung einen 25 prozentigen Anteil erneuerbarer Energieträger am Stromverbrauch bis 2021 zu generieren.

Biomasse, Wind-und Solarenergie als zukünftige Säulen der Energiewirtschaft

Im Moment ist Thailands Energieversorgung noch sehr stark von fossilen Energieträgern abhängig. Vor allem Öl hat einen hohen Anteil am Gesamtenergieverbrauch. Im Stromsektor spielt Erdgas die größte Rolle. Problematisch ist, dass Thailand sehr stark von Importen abhängig ist, da die eigenen Rohstoffvorkommen sehr begrenzt sind. So werden beispielweise 20 Prozent des Erdgases auf Myanmar bezogen.

Um in Zukunft unabhängig von den Rohstoffimporten zu werden, plant Thailand die Umstellung auf erneuerbare Energien. Wie bereits erwähnt wird die Solarenergie eine wichtige Rolle einnehmen. Zudem wird Windkraft und Energie aus Biomasse gefördert. Im Gegensatz dazu wird die Wasserkraft eine eher untergeordnete Rolle in der thailändischen Energiewende einnehmen. Vor allem Proteste gegen das Anlegen von Stauseen verhindern den Ausbau der Wasserkraft immer wieder.

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