Energiewende der neue Buhmann

In diesen Tagen spricht ganz Deutschland vom Ausbau der Stromnetze, der nötig ist, um die bevorstehende Energiewende und die Umstellung auf erneuerbare Energien erfolgreich durchzusetzen. Aus der Politik kommt eine Menge an Kritik, was die Energiewende betrifft und auch in der Bevölkerung scheint niemand so wirklich zufrieden zu sein mit der derzeitigen Lage. Es dauert alles zu lange, man habe den Atomausstieg zu schnell beschlossen, ohne an die Konsequenzen zu denken und dann sind da natürlich noch die Kosten, an wem bleibt denn alles mal wieder hängen? Richtig, am Steuerzahler.

Liegt es an unserer deutschen Mentalität, dass wir immer etwas zum Meckern haben müssen? Möglicherweise, denn an sich kostet die Energiewende natürlich eine Menge Geld, doch viele vergessen dabei, wie viel allein die Atomkraft die Steuerzahler in den vergangenen Jahrzehnten bereits gekostet hat und auch in Zukunft noch kosten wird. Darüber regt sich allerdings niemand so sehr auf, denn das Thema steht im Moment nicht im Zentrum der Interessen. Wenn man sich jedoch einmal genau ansieht, wie viele Milliarden die Bürger Deutschlands noch werden tragen müssen für den Rückbau der Atomkraftwerke, dann würde vielen das Meckern über die Energiewende im Halse stecken bleiben.

Einen Schuldigen zu finden ist schwer, wenn man betrachtet, dass die Energiewende bisher wirklich nicht ideal verlaufen ist. Vielleicht sind es die großen Energiekonzerne in Deutschland, die sich lange Jahre gegen das Konzept der erneuerbaren Energien geweigert haben und deshalb nun auf ihren alten Technologien sitzen bleiben. Vielleicht sind es aber auch die Bürger selbst, die durch Initiativen und Widerstandsaktionen den Ausbau der Stromnetze blockieren. Möglicherweise muss man aber auch einfach akzeptieren, dass ein solch großes Projekt eben seine Zeit braucht und dass es sich mit den Jahren auszahlen wird.

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