Energie aus Baum und Wiese

Die Suche nach Alternativen zur bisherigen Energieversorgung ist dringend nötig. In den nächsten zehn Jahren werden nach und nach alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz genommen und auch im Bereich der Braunkohle sollen massive Einschnitte vorgenommen werden. Die Energie, die bisher in diesen Branchen gewonnen wurde, muss schließlich ersetzt werden. Dies ist auch der Grund, warum die meisten Regionen und Bundesländer den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, doch auf diesem Gebiet ist noch eine Menge zu tun. Nicht nur aus Wind, Sonne und Wasserlässt sich schließlich Energie gewinnen. Wie Forscher immer wieder herausfinden, gibt es auch noch andere Möglichkeiten.

Energie aus Bäumen

Wie wäre es eigentlich mit der Energiegewinnung aus einem Wald oder einer Grünfläche? Dies ist auf jeden Fall möglich, sagt Gordon Wadle, ein Erfinder aus Illinois, in den USA. Bereits vor einigen Jahren machte er sich an Experimente, die dazu führten, dass er aus einem Baum Strom gewinnen konnte. Hierzu trieb er einen Nagel in den Baum, verband diesen mit einer Kupferelektrode im Boden und stellte so fest, dass die Elektronen bei einem solchen Gefälle zur Anode streben, da die Konzentration von Wasserstoff-Ionen im Boden höher ist als im Baum. Dabei entsteht ein Energiefluss, der einfach nun noch angezapft werden muss.

Mit dieser Entdeckung hat Wadle vielleicht einen Meilenstein der Energiegewinnung geschaffen. Optimiert wurde das Prinzip mittlerweile von Forschern an der Universität Wageningen. Ihnen wurde klar, dass Bakterien im Boden sich von organischen Molekülen ernähren, die Pflanzen über ihre Wurzeln abgeben. Dabei werden elektrisch positive Ionen und negative Elektronen freigesetzt. Für die Stromgewinnung könne man demnach einfache Grünflächen nutzen. Pro Quadratmeter Grünfläche könnte bereits ein Fünftel dessen produziert werden, was Solarpaneele oder Windkraftanlagen auf derselben Fläche erwirtschaften. Besonders effektiv sind übrigens Zuckerrüben.

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