Elektromobilität treibt Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2050 stark an

Wie lässt sich überschüssiger Strom sinnvoll speichern und wie kann man dadurch den Fluktuationen von Wind- und Solarenergie begegnen? Grundsätzlich lässt sich diese Frage vielseitig beantworten, wobei eine der interessantesten und wahrscheinlich auch praktikabelsten Möglichkeiten die Nutzung der e-mobilen Infrastruktur ist.

Der Kausalzusammenhang ist denkbar einfach, denn was nutzt das E-Auto in Sachen Klimaschutz, wenn es mit fossilem Strom betrieben wird? Daher ist es nur konsequent, Elektroautos ausschließlich mit erneuerbaren Strom zu betreiben. Interessanter Nebeneffekt, die Mobile fungieren zugleich als Speicher von Überschussstrom aus erneuerbaren Quellen, wobei die gespeicherte Energie letztlich in Mobilität umgewandelt wird.

Wie weit der Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2050 voranschreiten muss, um auch die mobile Nachfrage zu befriedigen hat eine aktuelle Studie des Öko-Instituts untersucht.

Stärkerer Ausbau als in bisherigen Konzepten notwendig

In bisherigen Energiewendekonzepten wurde dem Mobilitätssektor eher nebenher betrachtet und unter der omnipräsenten Dominanz des Stromsektors teils auch völlig außen vor gelassen. Mit der steigenden Bedeutung der Elektromobilität in den vergangenen Jahren, was vor allem darauf basiert, dass namenhafte Automobilhersteller erste Elektroautos auf den Markt gebracht haben, hat auch die Beachtung dieses Sektors wieder größere Relevanz bekommen.

Genau vor diesem Hintergrund ist eine Studie des Öko-Institut e. V. mit dem Titel „emobil 2050“ entstanden. In zwei Szenarien analysierten die Forscher dabei den Bedarf des Verkehrssektors bis 2050. Ergebnis ist, dass in 2050 eine reine Versorgung des E-Mobilitätssektors durch Überschüsse nicht ausreicht, der Ausbau muss größer ausfallen, so die Forscher. In einem Szenario macht der Strombedarf durch den Mobilitätssektor in 2050 sogar 25 Prozent aus.

Dies ließe sich durch Überschüsse bei weitem nicht mehr decken. Die Studie des Öko-Instituts wirft daher wieder neue Fragen auf, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien zu schnell oder zu langsam von Statten gegangen und wie wird es sich künftig entwickeln, wurde der Mobilitätssektor mitunter zu lange unterschätzt?

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Elektroinstallationen verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.

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