Einspeisemanagment nach dem EEG – Nachrüstung bis Ende 2013 fällig

Im § 11 des Erneuerbare Energien Gesetzes wurde 2009 festgelegt, dass Netzbetreiber das Recht besitzen, die an ihr Netz angeschlossenen Anlagen zur Energiegewinnung, wie photovoltaische Anlagen, zu regulieren. Dieses Recht wird als EEG-Einspeisemanagement bezeichnet; Einspeisemanagement steht dabei für die temporäre Reduzierung der eingespeisten Energie. Neue Anlagen, die seit Jahresbeginn 2012 installiert wurden, werden bereits in das EEG-Einspeisemanagement einbezogen, auch wenn sie weniger als 100 kWp Leistung erbringen. Für Photovoltaikanlagen, die jedoch zwischen 2009 und 2012 installiert wurden und einer Leistung zwischen 30 kWp und 100 kWp entsprechen, besteht nun eine Nachrüstpflicht bis zum Ende diesen Jahres. Welche Änderungen und Verpflichtungen dadurch auf die Betreiber von Photovoltaikanlagen zukommen kann eine professionelle Photovoltaik Beratung klären.

Wie wird die gesetzliche Regelung umgesetzt?

Um den Netzbetreibern die Möglichkeit zu gewähren, die Einspeisung von Strom aus der Photovoltaikanlage zu drosseln oder zu stoppen, wie sie im EEG-Einspeisemanagement beschrieben wird, muss ein Empfänger in die Photovoltaikanlage eingebaut werden.

Die Kosten, die durch diesen Umbau und diese Nachrüstung entstehen, werden vom Netzbetreiber getragen, jeder Besitzer einer photovoltaischen Anlage im angegebenen Größenbereich muss dieser Nachrüstung jedoch zustimmen, ansonsten wird die Einspeisevergütung vollständig auf Null reduziert.

Wird die Einspeisung der Energie durch den Netzbetreiber jedoch in vollem Maße unterbrochen, muss dieser eine Entschädigung an den Anlagenbetreiber zahlen, die 95% der entgangenen Vergütung entspricht. Eine weitere Bestimmung des Erneuerbare Energien Gesetzes beschränkt zudem die Verluste, die für den Betreiber der Photovoltaikanlage durch das Einspeisemanagement entstehen, auf lediglich ein Prozent der gesamten Jahresleistung.

Was gilt es bei der Nachrüstung zu beachten?

Da die Nachrüstung bis zum Jahresbeginn 2014 vollendet sein muss, gilt es, sich frühzeitig um die nötigen Veränderungen und einen fristgerechten Umbau zu bemühen. Nicht selten nimmt dieser einige Zeit in Anspruch. Wird die Frist des Einspeisemanagements überschritten, sinkt die Einspeisevergütung der ins öffentliche Netz eingespeisten Energie auf Null und die Rentabilität der heimischen Photovoltaikanlage geht vollständig verloren.

Auch ist die angegebene Größe von 30 kWp Leistung bis 100 kWp, die im Erneuerbare Energien Gesetz benannt wird, genauer zu betrachten. So ist es möglich, dass auch kleinere Anlagen mit deutlich weniger Leistung unter die Bestimmungen des EEG-Einspeisemanagements fallen, da sie durch geringe räumliche Distanz und zeitnahe Inbetriebnahme vom Netzbetreiber zu einer Photovoltaikanlage zusammengefasst werden.

Nur mit einer professionellen Beratung und präzisen Informationen können sich private Besitzer photovoltaischer Anlagen daher sicher sein, den Bestimmungen des EEG-Einspeisemanagements in vollem Umfang gerecht zu werden.

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