Eine Alternative zur Batterietechnologie

Noch haben Hybrid– und Elektrofahrzeuge in Europa nicht den rechten Durchbruch geschafft. Dies liegt zumeist an den hohen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten, die ein solch alternativ angetriebenes Fahrzeug mit sich bringt.

Die meisten Fahrer entscheiden sich lieber für ein relativ günstiges Auto mit herkömmlichem Motor, wobei das Angebot unter den Fahrzeugen mit alternativen Antrieben schon jetzt riesig ist und immer wieder neue Modelle auf den Markt kommen, so wie beispielsweise im kommenden Jahr die neuste Version des Honda Insight. Dennoch will der Elektroboom nicht gelingen.

Die hohen Kosten sind zumeist den noch sehr teuren Lithium-Ionen Akkuzellen, also den Batterien der Fahrzeuge, zuzuschreiben. Die Technologie ist nicht weit ausgereift und dafür, was die Batterien heute bieten können, die horrenden Summen zu zahlen, die für sie verlangt werden, sehen die meisten Fahrer nicht ein. Forscher haben jedoch eine Alternative zu den teuren und noch immer eher ineffizienten Batterien entwickelt, die vielleicht auch in Europa zum großen Durchbruch führen könnte.

So genannte Superkondensatoren, die bereits in manchen Großstädten in Bussen eingesetzt werden, sind nicht nur günstiger als die Batterien sondern auch sehr viel praktischer, langlebiger, leichter und weniger temperaturempfindlich. Hierfür ist die spezielle Bauweise der Kondensatoren verantwortlich, die einen elektrischen Vorrat der Energie ermöglicht. Die Ladezeit verkürzt sich so ungemein und der Kondensator nimmt keinen Schaden, wenn er in kurzer Zeit aufgeladen wird und den Strom ebenso schnell wieder abgeben muss.

Besonders Linienbusse im Stadtverkehr sind bestens mit den ersten Versionen des Kondensators auszustatten. Im chinesischen Shanghai wurde dieses Konzept bereits ausprobiert. Hier werden 17 Linienbusse mit den Kondensatoren angetrieben. Hierfür wurden Stromabnehmer an den Bussen angebracht, die dafür sorgen, dass sie mit einer Oberleitung verbunden werden und in der Zeit, wenn die Fahrgäste ein- und aussteigen, können so innerhalb von 30 Sekunden mit neuem Strom versorgt werden und bis zur nächsten Haltestelle problemlos mit der Energie auskommen.

Auch in Europa sollen die Kondensatoren bald in verschiedenen Städten in Serie gehen. Experten sind sich sicher, dass diese Technologie die teuren und unentwickelten Batterien in nicht allzu ferner Zukunft ablösen könnten, was möglicherweise dazu führen wird, dass auch die Fahrer ein wenig mehr Interesse an der Elektromobilität zeigen.

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