Drei Menschen bei Atomunfall verstrahlt

In der belgischen Wiederaufarbeitungsanlage sind drei Menschen verstrahlt worden. Der Betreiber des Atomkraftwerkes in Dressel teilte allerdings mit, dass keine Radioaktivität ausgetreten sei und die Anlage Belgoprocess vollkommen intakt sei. Bei dem Unfall handle es sich lediglich um einen Plutoniumbehälter, der bei einer Routineuntersuchung auf den Boden gefallen sei. Die Verstrahlten seien Inspekteure von IAEA, einer internationalen Atomenergieorganisation und würden nun untersucht werden. Weiter sagte der Sprecher, dass nur sehr geringe Mengen freigesetzt worden seien. Somit bestehe auch keine Gefahr für Anwohner und Nachbarn oder die Umwelt. Dennoch denken viele an die ersten Aussagen der Betreiber von Tepco.

Gedenken an Fukushima

Obwohl es sich laut Sprecher um einen kleinen Vorfall handle, so denken doch viele Menschen bei dem Wort „Atomunfall“ direkt an Fukushima. Denn auch hier hatten die Betreiber tagelang ausgesagt, dass die Lage unter Kontrolle sei und keine Gefahr bestehen würde. Zudem hieß es, dass man das Leck flicken könne und keine Folgeschäden zu erwarten seien. Erst als weitere Hilfe angefordert wurde, konnte die Lage tatsächlich unter Kontrolle gebracht werden und auch noch heute werden immer mehr radioaktive Felder und Wasser vermerkt. Die Glaubwürdigkeit von Betreibern von Atomkraftwerken hat also weltweit unter dem katastrophalen Vorfall in Fukushima gelitten.

Ausstieg wird immer konkreter

Nicht nur solche Vorfälle sind es, die die Regierung dazu veranlassen, aus der Atomkraft auszusteigen. Und auch große Konzerne wie Siemens haben bereits die Schritte für den Ausstieg eingeleitet. Immer lauter werden die Stimmen, die den Ökostrom fordern. Das Ziel, bis 2020 35 Prozent der deutschen Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, wird von vielen unterstützt. Dennoch ist es ein weiter und kostenaufwendiger Weg dahin. Denn allein der Abbau der Kraftwerke wird über 18 Milliarden Euro kosten, die letztendlich zum großen Teil auch auf die Bürger umgeleitet wird. Doch den Preis will die Mehrheit zahlen.

Tags

Weitere passende Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close
Close