Die strahlenden Nachbarn

Bald wird die Geschichte der Atomkraft in Deutschland endgültig zu Ende gehen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden die letzten Reaktoren abgeschaltet und damit Platz für die erneuerbaren Energien gemacht, die schon jetzt gefördert und ausgebaut sind, um die Atomenergie irgendwann komplett ersetzen zu können.

Viele Atomgegner freuen sich über diesen Gewinn im langjährigen Streit der Atomkraft in Deutschland. Doch sind wir wirklich in unserem eigenen Land vor Katastrophen, die durch Schäden in Atomkraftwerken ausgelöst werden, sicher?

Wenn man sich mal in den Nachbarländern und in ganz Europa umsieht, merkt man schnell, dass die Bedrohung eigentlich an jeder Ecke lauert, selbst wenn Deutschland bald keinen einzigen aktiven Reaktor mehr auf dem eigenen Boden bieten kann.

Die Atommächte in Europa sind weiterhin stark und viele unter ihnen weigern sich, dem Kurs der Deutschen zu folgen. Sie erfreuen sich an dem Erfolg, den ihnen die Atomkraft in den vergangenen Jahrzehnten verschafft hat und denken gar nicht daran, aus diesem Geschäft auszusteigen.

In unserem direkten Nachbarland Belgien gibt es zwar nur sieben Atommeiler, aber wenn man das auf die Größe des Landes herunterrechnet, ist diese Zahl trotzdem beachtlich. Zudem kann Belgien weltweit über den zweithöchsten Anteil an Atomenergie in seinem Energiemix „stolz“ sein. Ganze 54 Prozent sind es. Von dieser Seite herrscht jedoch nur noch begrenzt Gefahr, denn der Atomausstieg ist auch hier schon geplant.

Anders sieht es jedoch in Frankreich oder Großbritannien aus. Hier schwört man auf die Atomenergie und in Großbritannien wird derzeit durch die Volksrepublik China der Bau von bis zu fünf neuen Reaktoren geplant. So viel zum Ausstieg der einzelnen Länder, denn solange die Nachbarn weiter strahlen, sind auch diese noch immer nicht sicher.

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