Die Klimatapete

Das Wohnzimmer aus der Luftfahrtforschung: Die Klimatapete

Maßnahmen am Bau, die den Verbrauch an Energie langfristig einsparen, werden immer populärer: Erstens weil sie von staatlicher Seite weitgehend gefördert werden. Zweitens weil die Erkenntnis in der breiten Bevölkerung angekommen ist, dass energieeinsparende Maßnahmen aus ökologischen und sozialen Gründen notwendig sind. Und drittens, weil sich die Energiepreise in Deutschland seit 2000 nahezu verdoppelt haben – Energie sparen heißt, bares Geld zu sparen.

Die Firma Erfurt & Sohn aus Wuppertal hat mit der Herstellung einer hochwertigen Spezialtapete eine günstige Alternative zu aufwändigen Sanierungsmaßnahmen entwickelt: Die Klimatapete „Klimatec“.

Ähnlich wie eine normale Tapete lässt sich das etwa einen halben Zentimeter starke Spezialvlies mit einem eigens entwickelten Klebstoff mit wenigen Handgriffen leicht verarbeiten und erfordert keine besonderen technischen Fähigkeiten.

Der Effekt ist signifikant messbar: Laut dem Hersteller wird bei gängigen Tapeten bis zu 70 Prozent der Wärmeenergie im Raum an die Wand abgegeben. Das Thermovlies dagegen hält gut 80 Prozent der Energie zurück und senkt dadurch nicht nur die Heizkosten, sondern beugt gleichzeitig der Schimmelbildung vor.

In einem Vergleich demonstriert der Geschäftsführer anhand von zwei Testflächen – eine mit einer handelsüblichen Tapete beklebt, die andere mit dem Spezialvlies des Hauses – mit Hilfe einer Wärmebildkamera den deutlichen Effekt: Das Spezialvlies absorbiert deutlich weniger der Körperwärme, die von der Testperson durch Berührung mit den Handflächen abgegeben wurde. Während das Bild auf der handelsüblichen Tapete rot und deutlich zu erkennen ist, zeigt die spezialbehandelte Fläche nahezu keine Absorption.

Laut Webseite des Herstellers lässt sich ein mit dem „Klimatec“ Spezialvlies präparierter Raum bis zu 65 Prozent schneller aufheizen, durch die kürzere Heizphase ergibt sich eine deutliche Kostenersparnis. Darüber hinaus ist die kurze Heizphase vermutlich auch der Grund für den hemmenden Effekt auf die Schimmelbildung im Raum: Denn der Pilz ist auf ein gleichmäßiges Klima bei etwa 20-30 Grad und rund 70 Prozent Luftfeuchtigkeit angewiesen und dabei recht empfindlich.

Quellen:
Energiepreise von 2000 bis 2009 verdoppelt
DESTATIS Bericht: „Daten zur Energiepreisentwicklung – Lange Reihen von Januar 2000 bis November 2009“:
https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1025090
Webseite des Herstellers:
http://www.erfurt.com
Artikel und Videobeitrag von n-tv.de zum Thema:
http://www.n-tv.de/Spezial/energiesparen/Die-Klimatapete-article563983.html
Informationen vom Bundesumweltamt zur Schimmelbildung in Wohnräumen:
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2951.pdf

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Autor: Peter Baumeister

Der Autor Peter Baumeister > Über 25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Bauen und Elektroinstallationen verdienen es zu Papier gebracht zu werden. Dabei neue interessante Tools und Techniken für Handwerker zu testen ist meine Passion.

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