Deutschland plant neue Pumpspeicherwerke

Um in Deutschland nicht nur die Energieproduktion anzutreiben, sondern auch deren Speicherung, wird stets nach neuen Standorten gesucht. Die effektivste und bisher einzige wirklich umfangreiche Maßnahme um Energie zu speichern, sind Pumpspeicherwerke. Bisher gibt es in Deutschland 31 solcher Stromspeicher, doch der Bau weiterer Projekte ist geplant.

So zum Beispiel in Thüringen, im Landkreis Gotha, wo eines der größten Pumpspeicherwerke entstehen soll. Das Funktionsprinzip eines solchen Werks muss man sich in etwa so vorstellen: wenn es zu einem Stromüberschuss kommt, so wird Wasser aus einem Unterbecken in ein Oberbecken gepumpt.

Wenn der Strom benötigt wird, können die Wassermassen einfach wieder zurück in das Unterbecken fließen und dabei Turbinen antreiben, die Strom erzeugen. Diese Form der Anlage hat, verglichen mit anderen Mechanismen, den höchsten Wirkungsgrad.

Seit die Energiewende in Deutschland beschlossen wurde, ist der Bedarf nach einer zuverlässigen und umfassenden Stromspeicherung stark gestiegen. Wenn die erneuerbaren Energien tatsächlich einmal marktführend werden, so muss einkalkuliert werden, dass Strom aus Windkraftanlagen nur unregelmäßig produziert wird und so schwer planbar ist.

Die Pumpspeicherwerke könnten hier einen nötigen Ausgleich schaffen. Aus diesem Grund wird die Planung mehrerer neuer Speicherwerke in Deutschland vorangetrieben.

Das größte überhaupt soll im Schwarzwald entstehen, Das geplante Projekt in Atdorf soll über 1.400 Megawatt Leistung und 13 Gigawattstunden Speicherkapazität verfügen. Der künstliche See der dabei entstehen wird, ist jedoch den Bürgern der Region sowie Umweltschützern ein Dorn im Auge.

Immerhin ist ein solches Speicherwerk ein Eingriff in die Natur, was zu einer Bedrohung von gefährdeten und seltenen Arten führen kann. Das Projekt des größten Speicherwerks Deutschlands wird sich wahrscheinlich trotzdem durchsetzen. Zu groß ist mittlerweile der Bedarf nach einem solchen Projekt geworden.

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