Deutsche Haushalte kämpfen mit Strompreisen

Für viele deutsche Stromverbraucher wird die Energiewende so langsam zu einem Alptraum, denn nicht nur ein paar wenige Menschen sondern zehn bis 15 Prozent der Deutschen können die stetig steigenden Energiekosten einfach nicht mehr tragen. Wer seine Rechnungen nicht bezahlt, dem wird der Strom abgeschaltet. Angeblich hat dieses Schicksal schon Hunderttausende in Deutschland ereilt und die Tendenz steigt.

Die deutschen Sozialverbände machen sich langsam ernsthafte Sorgen um die Entwicklung der Strompreise. Gerade Rentner und Geringverdiener sind von dem Problem betroffen, Hartz IV Bezieher eher weniger, da ihnen zumindest die Heizkosten in vielen Fällen von den Sozialbehörden bezahlt werden. Doch insgesamt 600.000 Haushalten sei im vergangenen Jahr der Strom gesperrt worden, weil die Stromrechnung einfach nicht mehr bezahlbar war. Das erstaunt nicht, wenn man die Tatsache betrachtet, dass der Strompreis allein im Jahr 2011 um rund zehn Prozent gestiegen ist. Das ist ein massiver Anstieg für einen so kurzen Zeitraum und auf die Steigerung der Netzentgelte und die EEG Umlage zurückzuführen. Auch in diesem Jahr soll die Preisspirale nicht beendet werden, denn man geht davon aus, dass der Strompreis sich erneut um einige Prozentzahlen erhöhen wird. Schon zu Beginn dieses Jahres hatten einige Energieversorger um die 3,5 Prozent auf ihre Preise aufgeschlagen.

Ein besonderer Dorn im Auge ist den Sozialverbänden die Umlage des Erneuerbare Energien Gesetzes, die Verbraucher zahlen, um damit die Einspeisung von Ökostrom zu subventionieren. Noch im vergangenen Jahr hatte Angela Merkel den Verbrauchern zwar versprochen, der bisherige Wert von 3,6 Cent würde nicht weiter überschritten werden, doch es zeigt sich schon jetzt, dass noch in diesem Jahr mit einer Erhöhung auf bis zu 5,2 Cent zu rechnen sein wird. Wenn die Preisbelastung für die Verbraucher also noch einmal verstärkt wird, so ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis immer mehr Haushalten der Strom abgeschaltet werden muss.

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