Castor Transport – mit den heftigen Auseinandersetzungen beginnen auch die gegenseitigen politischen Schuldzuweisungen

Die Castor-Behälter haben ihr endgültiges Ziel zwar noch lange nicht erreicht, aber eines ist schon jetzt klar: die Proteste sind die heftigsten und größten seit Beginn der Castor Proteste vor 30 Jahren. Während die Demonstrationen noch in vollem Gange sind, beginnen bereits die ersten politischen Schuldzuweisungen. Wer ist Schuld an der Eskalation der Proteste im Wendland?

Die CDU attackiert vor allem die Grünen, denen sie vorwirft den gewaltsamen Protest gegen den Castor-Transport zu unterstützen. So forderte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Grünen dazu auf sich ohne alle Einschränkungen von dem gesetzeswidrigen „Schottern“ der Gleisen, bei denen versucht wird Steine aus dem Gleisbett zu entfernen, um ein Weiterfahren des Castor Transportes zu verhindern, zu entfernen. Er sagte: „Wer sich von solchen Formen des gewaltsamen Protestes nur halbherzig distanziert oder sie gar rechtfertigt, der macht deutlich, er setzt auf Chaos.“ Außerdem bezichtigte Gröhe Trittin der „Heuchelei“, da sich dieser noch zu seiner Zeit als Umweltminister 2001 gegen einen Protest wegen des Castor-Transportes ausgesprochen hatte. Die Grünen halten diesen Vorwürfen entgegen, dass damals noch der Atomausstieg beschlossene Sache war und es deshalb keine Veranlassung zu weiteren Protesten gab. Claudia Roth interpretierte die heftigen Proteste als klare Aussage der Bevölkerung gegen die Atompolitik der Regierung.

Linken-Parteichef Klaus Ernst attackiert unterdessen Angela Merkel und gibt dieser die Schuld an der Eskalation der Proteste: „Für diese Eskalation trägt Kanzlerin Merkel die Verantwortung. Sie hat den erreichten Frieden in der Atomfrage aufgekündigt. Viele sind zu Recht wütend, weil jetzt noch viel mehr Atommüll entsteht, obwohl wir noch keine Lösung für den vorhandenen Müll haben. Es ist klar, dass sich die Wut am Castor-Transport entlädt.“

Katharina Reiche (CDU), die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium sieht die Schuld wiederum klar bei der Opposition: „Wenn Trittin, wenn Frau Künast und Frau Roth aber auch Sigmar Gabriel zu Massendemonstrationen aufrufen, wenn wir die größte Gewalteskalation seit viele Jahren erleben, dann muss auch gezeigt werden, wer dafür verantwortlich ist.“

So geht der Castor-Protest in politischen Schuldzuweisungen unter und dient als Bühne für die Selbstdarstellung der Spitzenpolitiker. Eine geeignete Endlagerstätte für den Atommüll, der ungeachtet der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke weiterhin existiert, ist unterdessen immer noch nicht gefunden.

Castor Transport – mit den heftigen Auseinandersetzungen beginnen auch die gegenseitigen politischen Schuldzuweisungen

Die Castor-Behälter haben ihr endgültiges Ziel zwar noch lange nicht erreicht, aber eines ist schon jetzt klar: die Proteste sind die heftigsten und größten seit Beginn der Castor Proteste vor 30 Jahren. Während die Demonstrationen noch in vollem Gange sind, beginnen bereits die ersten politischen Schuldzuweisungen. Wer ist Schuld an der Eskalation der Proteste im Wendland?

Die CDU attackiert vor allem die Grünen, denen sie vorwirft den gewaltsamen Protest gegen den Castor-Transport zu unterstützen. So forderte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Grünen dazu auf sich ohne alle Einschränkungen von dem gesetzeswidrigen „Schottern“ der Gleisen, bei denen versucht wird Steine aus dem Gleisbett zu entfernen, um ein Weiterfahren des Castor Transportes zu verhindern, zu entfernen. Er sagte: „Wer sich von solchen Formen des gewaltsamen Protestes nur halbherzig distanziert oder sie gar rechtfertigt, der macht deutlich, er setzt auf Chaos.“ Außerdem bezichtigte Gröhe Trittin der „Heuchelei“, da sich dieser noch zu seiner Zeit als Umweltminister 2001 gegen einen Protest wegen des Castor-Transportes ausgesprochen hatte. Die Grünen halten diesen Vorwürfen entgegen, dass damals noch der Atomausstieg beschlossene Sache war und es deshalb keine Veranlassung zu weiteren Protesten gab. Claudia Roth interpretierte die heftigen Proteste als klare Aussage der Bevölkerung gegen die Atompolitik der Regierung.

Linken-Parteichef Klaus Ernst attackiert unterdessen Angela Merkel und gibt dieser die Schuld an der Eskalation der Proteste: „Für diese Eskalation trägt Kanzlerin Merkel die Verantwortung. Sie hat den erreichten Frieden in der Atomfrage aufgekündigt. Viele sind zu Recht wütend, weil jetzt noch viel mehr Atommüll entsteht, obwohl wir noch keine Lösung für den vorhandenen Müll haben. Es ist klar, dass sich die Wut am Castor-Transport entlädt.“

Katharina Reiche (CDU), die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium sieht die Schuld wiederum klar bei der Opposition: „Wenn Trittin, wenn Frau Künast und Frau Roth aber auch Sigmar Gabriel zu Massendemonstrationen aufrufen, wenn wir die größte Gewalteskalation seit viele Jahren erleben, dann muss auch gezeigt werden, wer dafür verantwortlich ist.“

So geht der Castor-Protest in politischen Schuldzuweisungen unter und dient als Bühne für die Selbstdarstellung der Spitzenpolitiker. Eine geeignete Endlagerstätte für den Atommüll, der ungeachtet der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke weiterhin existiert, ist unterdessen immer noch nicht gefunden.

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